30. April 2013

Frühling im botanischen Garten

Traumhaftes Wetter an den Feiertagen - also bietet sich an dem Botanischen Garten in Shanghai mal einen Besuch abzustatten und dort den Frühling zu genießen! Er liegt etwas südlich der Stadt, inmitten von sehr verkehrsreichen Straßen. Aber im gross angelegten Garten hat man bei der Ruhe den Verkehr schnell vergessen! Logischerweise sind ziemlich viele Leute unterwegs - aber es gibt trotzdem Ecken, in denen man die Ruhe und Natur genießen kann! Im Frühling blüht natürlich alles schön bunt... perfekt um den Arbeitsalltag zu vergessen!



28. April 2013

Arbeitswochenende für Feiertage

Wie das in der chinesischen Feiertagsplanung so üblich ist, werden bei Feiertagen die auf Wochentage fallen möglichst viele Tage am Stück als freie Tage freigeschaufelt. Und das heißt dann: 1. Mai ist Feiertag, und da der auf einen Mittwoch fällt werden Montag und Dienstag eben auch als offizielle Feiertage festgelegt. Blöd nur, dass man die schon am Wochenende vorher vorarbeiten muss... und das kommt dieses Jahr insgesamt viermal vor!! Also: anstrengende 7-Tage-Woche, 3 Tage frei, 2 Tage arbeiten, Wochenende. Mal abgesehen von 7 Tagen Arbeit am Stück könnte man sich an den restlichen frei/arbeiten-Rhythmus durchaus gewöhnen!

9. April 2013

Zur Kirschblüte in Japan

Was ist die beste Zeit um nach Japan zu reisen? Entweder im Frühling zur Kirschblüte oder im Herbst
wenn die Bäume bunt werden. Da ich den Indian Summer aus USA kenne (und ich nicht glaube dass der zu toppen ist), muss es also zur Kirschblüte sein. Guter Zufall, dass Anfang April in China sowas wie Allerheiligen, also Feiertag ist. Und noch besser, dass ich ein paar Freundinnen in Japan habe, die glücklicherweise auch Zeit haben (und noch dazu fast alles organisiert haben!).

Erster Stopp ist also DIE Kulturstadt Japan's, Kyoto. Es gibt unzählige Tempel, geschichtliche Sehenswürdigkeiten und Gärten. Aber eigentlich dreht sich alles nur um eins: die unglaublich vielen Kirschbäume, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Und das beste: nur ca. eine Woche lang stehen die Bäume in voller Blüte, und genau die hab ich anscheinend erwischt - mit bestem Frühlingswetter! Logischerweise sind auch Unmengen an Leuten unterwegs, aber was soll's. Es ist übrigens auch Tradition, in den Parks unter den Bäumen zu picknicken. Wegen den vielen Leuten muss man auch in manchen kleinen bekannten Restaurants eine halbe Ewigkeit anstehen. Oder sich die engen kleinen Gassen und vielen kleinen Läden in Gion mit vielen anderen teilen. Oder am Eingang zum berühmten Kiyomizu-dera einfach mal eine halbe Stunde anstehen. Aber dafür gibts dann eine tolle Aussicht in der Dämmerung, und bei Dunkelheit auf die beleuchteten Kirschbäume und den Tempel.

Nächster Stopp ist Ise, ein Stück Autofahrt von Kyoto entfernt. Im übrigen ist der Verkehr hier unglaublich geordnet - eine Wohltat im Gegensatz zu China und anderen Ländern in Asien. Alles so schön ruhig, den Regeln folgend, und alles sauber. Ein bisschen das Deutschland von Asien würd ich sagen ;-) Bis auf die Autos - hauptsächlich kleine Autos, die fast alles aussehen wie kleine Boxen; muss wohl sein wenn der Platz Mangelware ist! 
Ise ist ein kleiner Ort, und das bekannteste hier ist ein berühmter Tempel. Der wird alle 20 Jahre komplett neu aufgebaut, so auch dieses Jahr. Leider sieht man nicht so viel davon, weil nur wichtige Leute in den inneren Bereich dürfen. Aber dafür gibt es auch hier - wie vor jedem Tempel offensichtlich - eine Straße mit unzähligen Läden. Und so wird dann auch eine Sake- und Pflaumenwein-Probe fällig. Und eine Tee-Zeremonie mit dem berühmten Matcha, einem starken Grüntee aus Grünteepulver. Grüntee ist in Japan ja sowieso überall enthalten. Kekse, Eis, andere Süßigkeiten... und natürlich Tee. Auf der Rückfahrt stoppen wir noch in Inayama, um eins der wenigen Schlösser Japan's anzuschauen.

Dann gibt's erst mal ein typisches japanisches Abendessen bei den Eltern meiner Freundin - bevor ein gemütlicher und entspannter Tag in einem traditionellen Ryokan an einem See beim Mt Fuji ansteht. In Japan gibt es unzählige heiße Quellen, und das ist wohl auch deren Lieblingsbeschäftigung. Und in einem Ryokan gibt es dann neben verschiedenen heißen Bädern auch ein traditionelles (und auch traditionell serviertes) ca. 8-gängiges Abendessen, traditionelles Schlafen auf einem Futon, und traditionelles Frühstück. Sehr entspannend alles. Und auch perfekt weil das Wetter an dem Tag ziemlich schlecht war. Aber tagsüber reißt es dann auf, bereits zum Frühstück Sonnenschein, nur der Gipfel vom berühmten Berg sind verhangen. Also, rauf auf den Berg. Bis 2020 m kann man mit dem Auto fahren. Aber da oben sieht man dann erst mal nix, weil die Wolken zu niedrig sind. Plötzlich bläst aber der Wind alles weg, und man sieht auf die herumliegenden Berge und Seen. Es ist aber eindeutig zu kalt und windig, immerhin nur 4 Grad, was im Vergleich zu den vorherigen Tagen bei ca. 20 Grad und Sonnenschein eindeutig zu kalt ist. Also fahren wir weiter in ein kleines Dorf in der Nähe mit super Blick auf den Berg. Und nach und nach werden auch die Wolken weniger... es ist wohl selten dass man einen so freien Blick auf Mt Fuji hat! Aber bis zum späteren Nachmittag sollten sich dann auch die letzten Wolken verzogen haben... Glück gehabt!


Vor der Rückreise steht dann noch eine Fahrt mit dem berühmten Shinkansen an, der mit bis zu 340 km/h durch die Gegend rast. Nara, die erste feste japanische Hauptstadt steht noch auf dem Besuchsprogramm. Eine kleine Stadt mit einem riesigen Park, und - natürlich - Tempeln. Mit dem Unterschied, dass hier überall Rehe und Hirsche rumlaufen, die anscheinend hier als sowas wie heilig betrachtet werden. Und der größte Buddha überhaupt, 16 m hoch. Schon beeindruckend!

Der Rückflug ist dann wieder ab Osaka - eine moderne Stadt, was bei der Fahrt zum Flughafen deutlich wird. Alles auf engstem Raum, moderne Wolkenkratzer eng nebeneinander. Ein Kurzbesuch im Ausgeh-Viertel Dotonbori muss noch sein, wo sich die Neonschilder einen Wettkampf liefern - bunte Schilder wohin man blickt. Und unzählige Restaurantbesitzer mit den verschiedensten japanischen Gerichten.

Mit japanischer "Reiseführung" ist natürlich jede Mahlzeit ein Highlight - lokal und richtig authentisch japanisch. English wird ja hier leider nicht so viel gesprochen, aber mit Einheimischen tut man sich da leicht... und jedes Essen war wirklich ein Hit - japanische Küche ist wirklich total lecker - egal ob in den netten Restaurants, an den vielen Straßenständen, oder in den Süßigkeitenläden.

Weitere Eindrücke von diesem tollen Kurztrip in Bildern gibt's wie immer auf Picasa.

31. März 2013

Österreichischer Abend

Ein Schnitzelabend war ja schon lange ausständig - so richtig original mit ein paar Österreichern und Deutschen. Am Ende war dann Schweiz und Frankreich auch vertreten, was dem Abend aber natürlich nicht geschadet hat! Das herausfordernste an einem solchen Abend ist das Einkaufen - denn bekanntermaßen sind manche westliche Zutaten schwer zu bekommen hier. Zum Beispiel eine kräftige Rinderbrühe - also wirds Gemüsebrühe. Und natürlich Kalbsschnitzel - es gibt ja einen australischen Metzger der so ziemlich alles hat was gutes Fleisch anbelangt, aber eben nicht immer Kalbsschnitzel. Und blöderweise kam seine Lieferung am Samstag nicht an - also eben kein original Wienerschnitzel, sondern ein Schnitzel Wiener Art. Semmelbrösel bedurften auch einiger Suche, aber zum Glück gibts das als Amerika-Import (komisch, ist aber so). Kartoffeln gibts natürlich überall, leider eher die mehlig kochenden - aber mei, wird der Kartoffelsalat eben etwas weicher. Feld-/Vogerlsalat gibts auch nicht, aber sowas ähnliches aus Neuseeland. Preiselbeermarmelade: klar verfügbar, letztes Glas gekauft! Tja und für die Nachspeise: statt normalem Topfen gibts nur Speisequarkzubereitung, statt Marillen müssen Loquats herhalten (genau, am besten mal bei Google suchen was das ist... schmeckt fast so ähnlich...), aber dafür gibts Zwetschgen. Und was kommt dabei raus?

Frittatensuppe:
















Schnitzel mit Kartoffelsalat:
















Zwetschgen-/Marillenknödel:
















Ja, kaum zu glauben: alles selbstgemacht, und es hat für Hobby-Koch-Verhältnisse und Zutaten-Improvisation schon ziemlich ähnlich original gut geschmeckt ;-)

Frohe Ostern - und Frühling in Shanghai!

Ostern wird hier in China ja gar nicht gefeiert - das einzige ist da noch der Ostergottesdienst in den katholischen Kirchen. Die bei mir nebenan war wirklich komplett voll beim englischsprachigen Gottesdienst! Ansonsten gibts hier auch keine gefärbten Eier - keine Chance hier Eierfarbe aufzutreiben! Nicht mal einen Schokohasen hab ich gefunden...

Aber dafür war - im Gegensatz zum winterlichen Deutschland - das Wetter angemessen: blauer Himmel, frühlingshafte Temperaturen, und langsam werden die Bäume wieder grün und fangen an zu blühen! Die schönste Jahreszeit in Shanghai beginnt!

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

30. März 2013

Dönerersatz

Es gibt ja vieles in Shanghai, aber eben nicht an jeder Ecke eine Dönerbude, wo man sich nach einer langen Nacht noch was zu essen holt. Aber dafür gibts quasi 24/7 die chinesischen Grillspießchen an
jeder Straßenecke. Aufgespießt auf Holzspieße sucht man sich aus was man glaub dass um eine solche Uhrzeit noch oder wieder gut für den Magen ist - von Gemüse und Pilzen über Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte... keine Wünsch bleiben offen) - und lässt es dann auf den kleinen Grills neben der Straße grillen. Wahlweise isst man das im stehen, oder die etwas besser ausgestatteten haben dann Stühle und Hocker und manchmal sogar ein Zelt. Ob das gesund ist? Hmm - ist um diese Uhrzeit nicht wichtig, und die Frage ist sowieso relativ hier ;-)


24. März 2013

Depressives Wetter

...und das jetzt schon seit Wochen - nur ab und zu kommt mal ansatzweise die Sonne durch, und das sind sonst nur Zustände in Beijing! Shanghai war eigentlich immer besser, aber wie ja in allen Medien zu lesen und zu hören ist, ist diesen Winter die Luftverschmutzung nicht nur in Beijing sondern auch in Shanghai ziemlich extrem. Langsam wird das anstrengend, wenn man jeden Tag folgendes Bild sieht, hier von meinem Balkon, mittags:


Und zum Vergleich wie das bei gutem Wetter vor einigen Monaten ausgesehen hat:


23. März 2013

Geld erneuern

...kann man hier anscheinend auch: an den sogenannten Cash Recycling Machines in verschiedenen Banken ;-)


10. März 2013

Kurzfristiger Kurz-Trip nach Linz

Dienstreisen sind wegen Kosteneinsparungen gerade nicht so häufig bei uns - umso überraschender nachdem dann doch noch kurzfristig eine Dienstreise nach Linz zu einem Workshop mit Kollegen aus aller Welt genehmigt wurde! Und so hieß es, innerhalb von 5 Tagen Flug, Besprechungen und private Treffen für eine Woche zu organisieren! Zum Glück gabs noch einen relativ günstigen Flug mit Austrian Airlines (und mit dem kleinsten Flieger mit dem ich je geflogen bin von Wien nach Linz: 12 Sitzreihen und ich ganz hinten in der Einer-Reihe, direkt neben "Küche" und Toilette) ... und so hieß es dann plötzlich Samstag Abend a Flascherl Wein in Linz trinken! Nachdem dann wegen Müdigkeit (und Faulheit, und mangels Winterausrüstung) ein sportlicher Sonntag schnell gestrichen war, musste aber doch ein Ausflug in die Berge sein - bei dem traumhafte
n Wetter (das die ganze Woche so traumhaft bleiben sollte.... wirklich toll nach einem anscheinend sehr dunklen und trüben Winter!)! Also gings zum Mittagessen nach Vorderstoder, mit Frittatensuppe, einem unglaublich tollen Schnitzel, Blick auf Großen Priel und umliegende Gipfel... und ein paar Stunden Sonne tanken bei Kaffee und Bauernkrapfen. Traum Sonntag! Der dann noch vom obligatorischen Friseurbesuch (und toller Lasagne) abgerundet wurde!

Weiter gings mit einer anstrengender Arbeitswoche - unzählige Besprechungen, zwischendrin ehemalige Kollegen treffen, Abendprogramm - entweder privat oder dienstlich. Viel Zeit für Jetlag und Schlaf blieb da nicht - aber dafür für viel gutes Essen und viele Leute treffen! Was man in einer Woche alles Essen und Trinken und Leute treffen kann - eigentlich unglaublich!! Ende der Woche hat der Jetlag dann doch eingesetzt (oder der Schlaf war einfach zu wenig...). Ein Kurzbesuch im schönen Chiemgau bei Family & Friends wurde natürlich auch reingequetscht... und schon war die Woche wieder vorbei... nochmal lecker traditionelles Mittagessen bei Scheibis, und mit den Nachtflug quasi direkt von Linz ins Büro in Peking. Genau - der Montag war dann wirklich anstrengend und das Hotelbett sowas von nötig! Aber schee wars dahoam...

24. Februar 2013

Laternenfest

Das Chinesische Neujahr dauert ja ziemlich lange - und so findet es erst am 15. Tag des neuen Mondjahres seinen Abschluss im sogenannten Laternenfest. Rote Laternen hängen zwar eigentlich schon die ganze Zeit überall, aber ganz speziell am letzten Tag wird eben das Laternenfest begangen. Und zwischendrin: haben viele Geschäfte geschlossen, sind alle Chinesen irgendwo im Land bei ihren Familien, und jeden Tag werden tausende Böller angezündet. Als Ausländer ist man ja irgendwo im Urlaub (wie ich in Vietnam) und bekommt nicht soviel davon mit - aber das ist eigentlich auch ganz gut so! Es war auch so genug Knallerei und Feuerwerk! Wen's interessiert, kann ja noch etwas mehr dazu nachlesen, z.B. auf Wikipedia.
Und hier ein Foto von der Shopping Mall bei mir nebenan:


19. Februar 2013

Vietnam - ein Trip durch den Süden

Die Woche Feiertage wegen Chinesischem Neujahrsfest plus ein paar Urlaubstage macht einen schönen Zeitraum für einen Asienurlaub. Eigentlich war ja ein Mix aus Tauchurlaub und Land anschaun geplant. Aber da wir mal wieder spät dran waren mit Flug buchen, und uns dann auch nicht wirklich erkundigt haben, dass auch in Vietnam Neujahrsfest ist und daher jede Menge los ist was Flug- und Hotelbuchungen angeht, wurde quasi nichts aus dem Tauchurlaub, und die Route wurde etwas getrieben von den wenigen noch verfügbaren Inlandsflügen ;-) Nichtsdestotrotz wurde es ein schöner Trip durch den Süden des Landes! Startpunkt war Ho Chi Minh City/Saigon. Mit einem zentral gelegenen Hotel lässt sich die Stadt sehr gut erkunden, und so geht es zu Fuß los. Erste Auffälligkeit: 90% der Bevölkerung scheint einen Roller zu besitzen. So sieht dann auch der Verkehr aus, und entsprechend laut und dreckig ist es in der Stadt! Und: vor kurzem hat der erste Starbucks eröffnet ... und es gibt tatsächlich jeden Tag eine lange Schlange davor! Ansonsten hat natürlich fast alles wg. Neujahrsfeiertagen geschlossen, so auch die Märkte und viele Restaurants. Deshalb ist es relativ ruhig in der Stadt, dafür ist alles mit gelben Blumen dekoriert. Und das traditionelle Straßenessen gibt es natürlich trotzdem! Von deinem der neuen Bürotürme hat man einen super Ausblick über die Stadt (und ist weg vom Lärm); und die nötige Entspannung und Erholung von der Hitze gibt's bei unschlagbar günstigen und wirklich tollen Massagen. Und natürlich in einer Rooftop Bars, weg vom Lärm und der Hitze, bei einem kühlen Getränk, und in den Sonnenuntergang hinein! Den Magen voll schlagen kann man sich hier immer und überall: entweder bei einem der vielen "Küchen" auf der Straße, oder bei einem traditionellen Nudelsüppchen, oder ein einem der vielen tollen vietnamesischen Restaurants!

Der Ausflug in den eher chinesisch geprägten Stadtteil Cholon war etwas enttäuschend - natürlich alles geschlossen, sehr heiß, und nach ein oder zwei Tempeln weiß man auch wieder der Rest aussieht! Ausnahmsweise dann auch eine Kirche, überraschenderweise mit Flachbildschirmen und Staubwedeln in den Bänken... ich glaub wenn man in einer Stadt wie Shanghai wohnt, ist eine Stadt wie Saigon einfach "eine andere große, laute, dreckige" Stadt - sehr viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht ... daher wird es Zeit für den nächsten Stop: mit dem Flugzeug etwas in den Norden, nach Hoi An!

Das erste Highlight ist das Hotel: eine nicht allzu große Anlage, sehr ruhig, angelegt wie ein altes nobles großes Haus mit viel grün und kleinen Häuschen wo die Zimmer untergebracht sind, und sehr zuvorkommenden und netten Angestellten. Und nicht weit vom Zentrum des Ortes. Hoi An ist denkmalgeschützt, mit einer sehenswerten Altstadt mit vielen kleinen Häusern, Märkten, kleinen Läden. Sehr angenehm, und man könnte hier schon viele Sachen einkaufen! Die Stadt ist auch sehr bekannt für maßgeschneiderte Kleidung - aber das haben wir ja auch in Shanghai... Und sie ist bekannt für vielfältiges und leckeres Essen - was ich auf jeden Fall bestätigen kann! Nicht weit vom Ort gibt es einige Strände - leider ist es etwas windig und daher nicht ganz so warm ... aber ein tolles Abendessen am Strand entschädigt da für vieles!

Der zweite Tag wird dann eine Bootstour auf die Cham Inseln, etwa eine Stunde von der Küste. Es sollte auch zwei Tauchgänge werden... leider ist die Sicht beim erste so schlecht (wir haben uns schon gefreut wenn wir einen Fisch gesehen haben ;-)), dass wir anstatt dem zweiten Tauchgang lieber etwas mehr Zeit am dafür umso schönere Strand auf der Insel verbringen! Zuerst gehts mit dem Speedboot zum kleinen Ort, dann zu Fuß durch den Ort und wieder zurück zum Strand. Die Insel ist nicht groß, und die Leute leben hier schon sehr "basic" (aber trotzdem hört man aus irgendeinem Radio "Gangnam Style)... und entsprechend idyllisch und ruhig ist der Strand! Ein toller entspannender Tag...


Nach einem tolle Abendessen gehts dann in der Nacht zurück nach Saigon, und nach einer Dusche und Frühstück in einer endlos wirkenden Fahrt in den Ort Can Tho im Mekong-Delta, die sich wegen viel Urlauberverkehr von geplanten drei auf fast fünf Stunden verlängert. Wenn die Umgebung wenigstens schön gewesen wäre - aber außer Verkehr und Häusern sehen wir nicht viel... Endlich angekommen, checken wir auf unserem Boot ein, dass uns die nächsten 24 Stunden über den Mekong schippern wird! Ein tolles Boot, auf Alt gemacht, mit schönen Kabinen, und Bediensteten die anscheinend außer Lächeln nichts anderes kennen - und wir fahren den Mekong entlang. Im Mekong-Delta gibt es ja unzählige Ströme - größere und kleinere. Oft sind Menschen am Ufer angesiedelt, manchmal ist es einfach nur Natur. Zwischendrin kommt mal wieder eine Bootstankstelle oder eine Fischfarm... Am späten Nachmittag gehts mit einer kleinen Nussschale an Land, und wir sehen neben Banananenbäumen auch, wie Ananas, Papaya, Jackfrucht und andere exotische Früchte wachsen - wieder was gelernt! Und dürfen sie dann natürlich auch probieren. Kein Vergleich zu gekauften Früchten! Wenn man das mal gegessen hat, will man eigentlich nie wieder Obst aus dem Supermarkt kaufen! Zurück durch Reisfelder und Bananenbäume gibts Dinner an Board ... und bei Nacht sieht man dann einen unglaublichen Sternenhimmel - gar nicht so normal, wenn man in einer Großstadt lebt :-)
Am nächsten Morgen nach einem Frühstück auf Deck werden wir zuerst in kleinen Booten (mit den typischen vietnamesischen Hüten) durch kleine Kanäle gefahren. Auch hier ist jede Menge los, sie sind genauso Transportweg wie die Straßen an Land. Dann fahren wir zu einem der großen schwimmenden Märkte. Normalerweise sind hier hunderte kleinerer und größerer Boote unterwegs, die Obst und Gemüse verkaufen und kaufen. Ja auch hier ist wegen der Feiertage quasi nichts los - eigentlich schade, denn das wäre schon sehr interessant gewesen. Stattdessen schauen wir uns an, wie die süßen und klebrigen Kokosnuss-Süßigkeiten und Reiscracker produziert werden. Damit ist dieser Teil der Reise zu Ende, und es geht zurück nach Saigon für einen kurzen Zwischenstopp, und einem "Sundowner" Drink in eine der schickeren Bars der Stadt, mit Aussicht über die Stadt.

Mit dem Bus gehts auf einer fünfstündigen Fahrt nordöstlich von Saigon in den Ort Mui Ne. Nach ein paar Schwierigkeiten beim Einchecken gehts die erste Nacht dann doch ein ein anderes Hotel (zugegeben nicht der tollste Standard) - aber dafür gibts dann als Entschädigung im ursprünglich gebuchten Hotel erst mal Frühstück am Strand, und einen Massagegutschein. Der ist dann auch dringend notwendig - denn nach einem ausgedehnten Spaziergang am schönen Strand bei Sonne und Wind ist die Haut dann doch eher rot als braun geworden - und so tut eine Aloe-Vera-Behandlung sehr sehr gut... Der Ort ist aus irgendeinem Grunde sehr auf russische Touristen angepasst - fast jedes Geschäft hat neben vietnamesisch auch russische Beschriftungen - entsprechend viele russische Touristen sind unterwegs! Außerdem ist es ein Mekka für Kitesurfer - eine Kitesurf-Schule reiht sich an die nächste! Neben den vielen Hotels und Läden am Strand gibt es auch den ursprünglichen Fischerort mit vielen kleinen Booten. Und auch deswegen gibt es hier unglaublich guten Fisch und Meeresfrüchte - für sehr wenig Geld!

Der zweite Tag startet wieder mit einem tollen Frühstück am Strand und ein paar sehr entspannten Stunden. Am Nachmittag steht dann ein Trip zu den berühmten Sanddünen an. Erster Stopp ist aber der sogenannte "Fairy Stream", ein kleiner Flusslauf durch sehr bizarres und ungewöhnliche Landschaft: roter Sand, weiße Kalksteinfelsen - und endet an einem Wasserfall. Eine halbe Stunde weiter sind dann die weißen Sanddünen - wie aus dem Nichts taucht unglaublich weißer Sand auf, durch den Wind zu einigen größen Dünen geformt! Einige Kilometer entfernt dann Dünen aus rotem Sand - und dort bleiben wir dann auch zum Sonnenuntergang ... und so geht ein schöner und erholsamer Urlaub in einem tollen Land mit sehr netten Menschen zu Ende (mal abgesehen von einem langen Trip durch die Nacht zurück nach Saigon, und dann per Flug mit Verspätung zurück ins kalte Shanghai - mit Temperaturunterschied von 30 Grad...)!


...und mehr Fotos wie immer im Picasa Fotoalbum!

10. Februar 2013

Chinesisches Neues Jahr

Heute ist es so weit: erster Tag im Chinesischen Neuen Jahr der Schlange! Es sind die größten Feiertage in China - ungefähr alle Chinesen reisen in dieser freien Woche zu ihren Familien - man kann sich also vorstellen, was reisetechnisch in China los ist! Zugtickets sind Wochen vorher ausgebucht, Flugtickets relativ teuer...
Die Feuerwerke haben schon am Freitag Abend angefangen - der Tag war generell schon sehr ruhig. Die meisten Kollegen waren seit Mitte der Woche bereits im Urlaub, in etwa eine Stimmung wie in Deutschland der letzte Arbeitstag vor Weihnachten. Und gestern dann eigentlich den ganzen Tag schon Knallereien, keine Autos auf der Straße, die Läden und viele Restaurants haben alle schon um 18 Uhr zugemacht (ja, das ist sehr sehr sehr komisch hier). Und dann langsam fangen die Feuerwerke an - es macht den Eindruck, als ob die paar hunderttausend Chinesen, die noch in der Stadt sind, alle ihr privates Feuerwerk vor der Haustür veranstalten. Und so ist der Ausblick von meiner Wohnung ganz gut, alle paar Minuten geht irgendwo zwischen den Häusern ein Feuerwerk hoch. Später dann fahren wir an den Bund in die Bar Rouge, von der aus man eine super Blick auf die Skyline hat. Und es sind nur Ausländer unterwegs... sehr sehr komisch! Dann endlich Mitternacht! Es gibt dann aber nicht - wie wir erwartet hatten - ein riesiges großes Feuerwerk. Sondern überall ein schon relativ beeindruckendes... aber eben viele kleine. Und durch die hohen Gebäude wirken diese dann relativ klein. Aber doch schön, da am Fluss zu stehen mit ungefähr allen Ausländern die in Shanghai wohnen, und noch nicht irgendwo im Urlaub sind! Denn Shanghai ist nämlich quasi tot in der kommenden Woche (http://www.smartshanghai.com/articles/community/things-to-do-in-shanghai-when-itdead). Und dann nach einer halben Stunde löst sich das alles auf. Klar gibts keine Taxis an diesem Abend... und schon sind die Putzmänner und -frauen mit ihren Bambusbesen unterwegs - in einer Stunde sieht wieder alles aus wie bisher. Nur die Knallereien werden die ganze Woche nicht aufhören... gestern abend damit eingeschlafen, heute morgen damit aufgewacht... China im Ausnahmezustand! Deswegen: ab in den Urlaub, ab nach Vietnam!

In diesem Sinne: Happy Chinese New Year of the Snake! 
春节快乐!

7. Februar 2013

Netter Polizist...

Freitag spät abends nach einem sehr anstrengenden Arbeitstag. An der Metrostation noch schnell Geld holen und dann heim. Schon kommt der Zug. Plötzlich ein chinesischer Polizist hinter mir, ob ich grad meine Karte vergessen hätte! Hmmmm - oh ja. Also wieder zurück zum Automaten, hab das Geld genommen und dann die Karte stecken gelassen. Und der aufmerksame Polizist hat gesehen, wie sie eingezogen wurde... Und weil er wirklich nett war, hat er dann auch gleich die Hotline angerufen, was denn jetzt zu tun ist. Ok, sein Englisch war jetzt nicht ganz so toll, aber er hat sich bemüht... klar war ich die Attraktion in der Metrostation: Ausländerin mit Polizist am Telefon am Geldautomaten, wo jeder vorbei muss... ja, und da gibts dann doch Chinesen, die fragen ob sie helfen können, oder übersetzen usw. So, nach einer halben Stunde ist alles klar. Endlich heim.
4 Arbeitstage später dann die Probe, ob die ganzen Instruktionen und Übersetzungen des Polizisten auch richtig waren: erst mal zu meiner Bank, damit ich eine Bestätigung (natürlich mit rotem Stempel) bekomme, dass ich eigentlich im Besitz einer Bankkarte bin. Dann zur anderen Bankfiliale, wo anscheinend meine Karte sein soll. Nicht da. Telefonate der Bankmitarbeiter, sicherlich eine Stunde lang. Ja, endlich haben sie die Karte gefunden, aber sie ist in einer anderen Filiale. Also entweder am nächsten Tag nochmal kommen, oder eine halbe Stunde durch die Stadt. Also weiter zur nächsten Filiale. Zum Glück waren die schon alle informiert, und überraschend schnell war dann auch die Karte wieder in meinem Besitz (nach rotem Stempel und Unterschrift)! 2,5 Stunden Aufwand, aber immerhin meine Karte wieder!

Banken sind übrigens hier ganz lustige Betriebe. Alle Mitarbeiter sind gleich angezogen, und anstelle eines Namensschildes haben alle ein Schild mit einer Nummer am Sakko/Blazer. Wie auf dem Amt in Deutschland muss jeder am Eingang eine Nummer ziehen, und dann eben warten bis die Nummer angezeigt wird. Komischerweise durfte ich bis jetzt immer an den Schalter mit der kürzesten Wartezeit, oder in diesem Fall an einen der normalerweise geschlossen ist - liegt vielleicht doch irgendwie daran, dass ich da immer die einzige Ausländerin mit einer chinesischen Kollegin im Schlepptau bin!

3. Februar 2013

Hightech auf der Toilette


Wenn’s mal wieder länger dauert, schaut man sich auf der Toilette eben ein paar Werbespots an! Gesehen am Flughafen in Harbin.


Ein eisig kaltes Wochenende in Harbin


Aber was tut man nicht alles für relativ einzigartige Eis- und Schneeskulpturen! Jedes Jahr im Januar und Februar findet in Harbin im Norden von China das sogenannte Ice and Snow Festival statt. Dort hat es im Winter bis zu -40 Grad, und aus dem Fluss, der natürlich dann zugefroren ist, werden Eisblöcke geschnitten, aus denen dann eine ziemlich beeindruckende Eisstadt gebaut wird. Genauso werden aus großen Schneeblöcken Skulpturen geformt!

Von Anfang an: Los gehts am Samstag morgen, voll bepackt mit warmen Sachen, Skihose, Heizkissen für Schuhe und Handschuhe. Gar nicht so einfach, die Balance zu finden, was man alles schon im Flieger anzieht, damit man bei der Ankunft in Harbin nicht erfriert! Das Wetter ist toll, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel. Und schon am Flughafen die ersten Eisskulpturen! Auch am Stadteingang Türme und Mauern aus Eis! Die Stadt selbst ist durch die Nähe zu Russland auch sehr russisch geprägt, die Gebäude, Bushaltestellen usw. könnten auch in irgendeiner russischen Stadt stehen! Die Kirche in der Stadtmitte ist auch eindeutig ein Fremdkörper in einer chinesischen Stadt!

Nach einem typisch nordchinesischem "warmen" Essen gehts raus in die Kälte. Die Sonne machts etwas angenehmer, aber dort wo Wind ist, ist es fast unerträglich kalt. Da helfen die 2 Paar Socken, Skihose, und einige Lagen an Oberteilen sowie 2 Paar Handschuhe! Zuerst gehen wir Richtung Fluss, der komplett zugefroren ist! Es gibt Rutschbahnen, Pferderennbahnen usw. Wir lassen uns von einer Kutsche über den Fluss fahren, und besuchen dann am späteren Nachmittag die Eisstadt. Noch ist es hell, und die untergehende Sonne wirft ein tolles Licht auf das riesige Areal mit den Kirchen, Pagoden, Mauern, Figuren und sonstigen Gebäuden aus Eis! Einige kann man besteigen, und dann über eine Eis-Rutschbahn wieder auf den Boden zurück - da haben auch die großen Kinder Spaß ;-)
Langsam ist eine Stärkung (bzw. Aufwärmrunde) fällig - denn allzulange kann man es bei -20 Grad nicht aushalten! Dann gehen nach und nach die Beleuchtungen an, die in die Eisfiguren eingebaut sind, und der Bereich verwandelt sich in ein buntes neonfarbenes Lichtermeer. Zugegebenermassen etwas kitschig, und etwas weniger Farben wären vermutlich mehr gewesen - bei Licht bzw. Dämmerung war das ganze beeindruckender!


Nach einem tollen südkoreanischen Barbeque-Abendessen in der Altstadt wirds Zeit fürs warme Hotel! Am nächsten Tag ziehen wir dann erst durch die Altstadt - sehr russisch, mit Kopfsteinpflaster, auch dort stehen überall die Eisfiguren (und ein Schnee-Portrait von Psy - Gangnam Style...)! Und der Boden ist so extrem glatt, alles ist mit einer Eisschicht überzogen ist! Da gehört Eis-hacken zur alltäglichen Beschäftigung! Beliebteste Essen hier sind anscheinend mit Zucker überzogene Fruchtspieße ... und man glaubt es kaum: die Einheimischen laufen tatsächlich mit Eiscreme rum! Naja, hat auch Vorteile: schmilzt zumindest nicht bei diesen Temperaturen!

Mit einem Taxi lassen wir uns dann zum Eingang des Schneeskulpturen-Parks fahren - und diese Figuren und riesigen Schneemassen sind wirklich unglaublich beeindruckend! Es gibt relativ kleine meterhohe Figuren, aber auch riesige Drachen, Gebäude, Tempel, Gebäude... schwer zu beschreiben wenn man es nicht selbst gesehen hat! Manchmal sind kleine Hütten in eine meterdicke Schneemenge eingebaut worden.

...am besten selbst sehen im Picasa Fotoalbum!

27. Januar 2013

Fangfrischer Fisch


Das ist wohl auch nicht alltäglich, dass der Koch persönlich auf Fischfang geht! Das könnte jetzt heißen, dass der Fisch wirklich fangfrisch auf den Tisch kommt - oder wenn’s mal wieder länger dauert mit der Bestellung, dann musste der Koch eben noch schnell den Fisch fangen!

25. Januar 2013

Annual Party in der Arbeit


Chinesen feiern ja gern, und noch viel lieber im großen Kreis. Daher gibt es einmal im Jahr eine große Party für alle Mitarbeiter. Das sieht dann z.B. in Shanghai im Büro so aus, dass ca. 800 Leute unseres Standortes in einem großen Saal in einem Hotel relativ viel zu Essen bekommen, Gesangs- und Tanzaufführungen von Kollegen sind, natürlich eine Verlosung (das beliebteste des ganzen Abends), und natürlich viel mit den Chefs und Mitarbeitern getrunken wird. Vorzugsweise ganbei, also ein Glas auf ex. Und in Beijing waren das nochmal mehr Leute auch aus anderen Bereichen, mit einstudierten Choreografien und Aufführungen, und allem anderen was eben zu einer Feier gehört. Eine sehr besondere Veranstaltung für die Mitarbeiter - und es hat auch seinen guten Grund, wieso diese Veranstaltungen ganz offiziell um 21 Uhr zu Ende sind...

24. Januar 2013

Luftverschmutzung


In letzter Zeit ist ja in allen Medien zu hören, wie schlimm die Luftverschmutzung derzeit ist - v.a. in Beijing. Dort ist die Luftqualität ja generell etwas schlechter, und der Himmel etwas trüber, aber es war in den letzten Wochen wirklich extrem, sodass das Thema auch in den lokalen Medien heftig diskutiert wird. Auch in Shanghai, wo es naturgemäß und dank der Lage am Meer in den letzten Monaten sehr angenehm war, riecht man die Luftverschmutzung (und sieht sie natürlich auch deutlicher). Aber es gibt dann z.B. in Beijing wieder so überraschend tolle Tage wie heute:


19. Januar 2013

Chinesisch-Kochkurs


Eigentlich koche ich ja hier in China nicht - denn entweder bin ich arbeiten, oder ich komm spät heim, oder sowieso keine Lust allein zu kochen, und außerdem ist es meistens eh günstiger irgendwo etwas beim Chinesen zu essen. Trotzdem mussten wir mal einen etwas tieferen Einblick in die chinesischen Kochgeheimnisse bekommen - und deshalb ein Kochkurs. 6 Leute, 3 Stunden, 4 Gerichte. Darunter die leckeren Xiaolongbao, kleine mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, die dann im Bambuskorb gedämpft werden. Und ein Fleisch-Pilzgericht, fritiertes Auberginengemüse, und Salat. Eigentlich kostet nur das Schneiden und Vorbereiten Zeit, das Kochen an sich ist dann so ca. in 2 bis 7 Minuten vorbei. Und Geheimnis sind ein paar Gewürze, die quasi in jedes Gericht kommen :-) 
Wenn 6 Leute 3 Stunden lang kochen, muss man logischerweise auch ganz schön viel essen. Und wir waren ziemlich gut, muss man sagen, hat auf jeden Fall sehr original ausgesehen und geschmeckt!

18. Januar 2013

Karaoke mit den Kollegen

...und da die alle Chinesen sind, ist das auch entsprechend lustig. Vor allem, wenn man vorher bereits beim Abendessen das ein oder andere Bier getrunken hat, und dann natürlich noch keiner in Heimgeh-Laune ist (die haben das Heim-Gen nämlich auch nicht alle). Also: Raum gemietet und los gehts. Und da singen dann eben gestandene Projektleiter und Ingenieure chinesische Schnulzen. Klar muss dann das ein oder andere englischsprachige Lied her damit auch die ausländische Chefin mal singen darf - zum Glück darf ich das selbst wählen, und es wird etwas rockiger :-)
Sehr sehr sehr lustig... vor allem wenn man die Leute 3 Tage später wieder im Büro sieht!!


7. Januar 2013

Sehr diszipliniert


...wenn’s sein muss! Hier beim Anstellen an der Bushaltestelle!

6. Januar 2013

Weihnachts-Heimat-Urlaub

Zu Weihnachten steht natürlich der obligatorische Heimaturlaub an.

Erster Stopp: Linz - pünktlich zur Weihnachtsfeier von MUST! Nach ein paar gemütlichen Weihnachtsfeiertage ist dann logischerweise auch ein Skitag fällig. Obwohl es ja am Vortag bei ungemütlichem Regenwetter noch nicht danach aussah - aber umso schöner war es dann aufm Berg! Klar steht dann auch eine Freunde-Besuchstour durch halb Bayern auf dem Programm, und eine wie immer sehr lustige Feier ins Neue Jahr!

Das Jahr startet mit einer Langlauftour (klar war die Pause länger als die Tour - aber was will man erwarten am 1. Januar!) und einem tollen Skitag. Und nach einer ausgiebigen Shoppingtour gehen 2 Wochen wieder viel zu schnell zu Ende!

16. Dezember 2012

Salsa Party

Wie ja schon veröffentlicht, habe ich mich im Salsa-Tanzen versucht. Und natürlich gab es nach ein paar Kurseinheiten dann auch eine Weihnachts-Abschluss-Feier; dazu gehört logischerweise auch eine Abschlussperformance - von den Fortgeschrittenen sowieso, aber auch wir Anfänger sollten etwas aufführen. Weil ich ja sonst nichts zu tun hab unter der Woche (haha), bin ich natürlich dabei, und verbringe die Abende dieser Woche für Choreografie zusammenstellen mit unserer "Tanzlehrerin" Phillipa und doch einigen ausführlichen Übungseinheiten, um dann für die Salsa & Merengue Performance gerüstet zu sein! Zumindest ein guter Grund, eine Woche lang mal etwas früher aus dem Büro zu gehen!

Ein kleines Video gibt es hier!
...und was man dann als Fortgeschrittene so kann ist hier zu sehen!
(sorry, beide in nicht ganz guter Qualität wg. schlechtem Licht...)

Insgesamt eine tolle Salsa-Party - und im neuen Jahr wird sicherlich dann auch der ein oder andere Salsa-Abend drin sein!

9. Dezember 2012

Glühweinsaison eröffnet

Ja, das gibts auch in Shanghai - aber leider nur für ein Wochenende: beim Paulaner vor der Tür steht ein sehr authentischer Christkindlmarkt, mit allem was man eben so braucht: Bratwurst mit Sauerkraut, Currywurst, Ofenkartoffel, Schupfnudeln ... und logischerweise Glühwein! Die kleine Hütten haben ähnliches zum Verkauf wie man das eben von daheim gewohnt ist. Und: man spricht deutsch! Hinter der Theke genau so wie davor! Fehlt also an nichts!

4. Dezember 2012

Weihnachtsstimmung

Und zwar richtig geschmackvoll im Kempinski Hotel in Beijing (quasi meine zweite Wohnung fuer ein paar Tage die Woche):

Etwas weniger geschmackvoll in meinem Compound - und es gibt 3 davon, kaum zu glauben, dass es 3 so identisch "schiache" Christbäume gibt ;-)



29. November 2012

Etwas leichtgläubig

...sind offensichtlich ab und zu chinesische Journalisten, wie aus dem folgenden Artikel zu sehen ist: "Nordkorea hat die Sexbombe"

26. November 2012

Über Geschmack lässt sich streiten

...und vor allem wenn man soviel Geld dafuer ausgibt: Porsche in rosa ... und mit Innenausstattung von Hello Kitty :-)

22. November 2012

Beste Verkehrsanbindung


Und auch das gibts in China: Wenn Leute nicht aus ihrem Haus ausziehen wollen, obwohl das ganze Gebiet umgesiedelt wird wegen einer neuen Straße, wird eben die Straße ums Haus rumgebaut ... und hier die Geschichte.

20. November 2012

Singapur - ein Wochenende "Asien light"

Weil Michi, ein Studienkollege, grad für ein paar Monate in Jakarta ist, mussten wir uns natürlich irgendwo in der Mitte treffen. Es ist nicht ganz die Mitte geworden, denn immerhin ist Singapur 5 Flugstunden von Shanghai entfernt (und von Jakarta nur eine), aber es war das interessanteste Ziel für ein langes Wochenende (und wir waren beide noch nicht da). Mit dem Nachtflieger gings also Freitag Abend los. Und was macht morgens um 7 Uhr nachdem das Gepäck im Hotel abgestellt war und bei ca 28 Grad und Sonne perfektes Wetter ist? Genau, auf zum Sightseeing. Ungewöhnliche Uhrzeit, und so war es natürlich auch überall ungewöhnlich leer am Samstag früh. Erstes Ziel war logischerweise das Stadtzentrum und Marina Bay Sands, das berühmte neue Hotel. Aber eigentlich fällt uns als erst mal die Sauberkeit und Ordnung in der ganzen Stadt auf. Und die Ruhe - obwohl Verkehr ist, ist es irgendwie nicht wirklich laut. Kein Gedrängel in der U-Bahn, die Autos bleiben stehen wenn man bei grün über die Straße will, alle verstehen englisch, sind freundlich und zuvorkommend... Ganz schön ungewöhnlich - schon im Vergleich zu Shanghai, und erst recht im Vergleich zu Jakarta! Naja, man freut sich hier schon über Sachen, die zuhause ganz normal sind ;-)

Auf jeden Fall war's schon ganz schön warm in der Sonne. Aber schön! Und das Wetter einfach perfekt. Weil natürlich noch nichts auf hatte um diese Uhrzeit, werfen wir erst mal einen Blick ins Innere des Superhotels. Aber so auf den ersten Blick nicht unglaublich beeindruckend - deswegen muss man da also nicht übernachten. Aber für einen Kaffee reichts, und dann gings auch endlich hoch auf das "Boot" - und die Aussicht ist wirklich gigantisch! Erst mal natürlich auf den legendären Pool auf dem Dach (in den man nur darf wenn man dort übernachtet - ab 400$ ist man dabei, und das war uns dann doch etwas zu teuer), aber auch auf den Rest der Stadt, die Skyline, den Hafen, das Meer... Muss also auch da oben ein Drink sein, der entsprechend kostet... aber wir wussten vorher, dass das kein günstiges Wochenende wird!

Wieder unten angekommen, mussten wir natürlich ein paar Schritte auf der Formel 1-Strecke laufen. Eine Fahrt mit dem größten Riesenrad der Welt haben wir uns erspart - den Blick von Marina Bay Sands kann dieses Ding sicherlich nicht toppen! Weiter gehts in Richtung Chinatown. Ja, ich hab das jeden Tag, aber Michi nicht. Und irgendwie ist das schon wie China - China light würd ich sagen. Nach einem überteuerten Mittagessen war's dann Zeit für eine Fußmassage... das können die ja ganz gut! Und kaum zu glauben: mitten in Chinatown ein Würstelstand. Auch nicht schlecht :) Im übrigen ist ja grad Regenzeit, d.h. es kann quasi jederzeit mal kurz und heftig regnen, aber dann ist wieder alles vorbei. Unser Timing war ganz gut, haben uns die Zeit bei einem frischgepressten Drink vertrieben. Und dann mussten wir erst mal ein Stündchen schlafen und duschen, bevor es dann in den Abendteil ging. Erst mal den Hunger stillen - in einem der vielen Food Courts, wo es extrem viel Auswahl verschiedenster asiatischen Küchen zu sehr leistbaren Preisen und super Qualität gibt. Logischerweise musste einer der berühmten original Singapore Slings im edlen Raffles Hotel sein, schließlich wurde der hier erfunden. Und natürlich ist der UNGLAUBLICH teuer. Aber gut war er! Ärgerlich war eigentlich nur dass der Service ziemlich bescheiden war.

Dann war ein Nacht-Besuch am Marina Bay Pflicht - man muss sich das ganze ja auch bei Nacht und beleuchtet anschaun! Und weiter zum Clarke Quay, wo es einige Bars und natürlich Shopping Center gibt - die gibts hier übrigens an jeder Ecke. Und zwar nicht ein kleines Ding, sondern wirklich Shopping Center! Wir waren uns nicht ganz sicher, ob sich das wirklich lohnt, schließlich gibt es quasi jede Marke in jedem Gebäude, und wirklich viel ist da nirgends los... aber mei. Singapur = Shopping-Paradies! Aber wir haben uns auf ein gemütliches Bier fokussiert - leider trinkt man bei Bierpreisen von ca 10 Euro nicht unglaublich viele davon an einem Abend ;-)

Zweiter Tag: Um unsere Füße etwas zu schonen, lassen wir uns mit dem Sightseeingbus durch die Stadt fahren. Vorbei an Shopping Center (was sonst), aber auch durch die Wohngegenden, von denen es durchaus ein paar sehr empfehlenswerte gibt. Und vorbei an den Villen, die schon mal mehrere Millionen kosten. Singapur hat auch eine sehr hohe Dichte an extrem teuren Autos, und das obwohl auf den Kaufpreis nochmal bis zu 100% Steuern und andere Abgaben draufkommen, und man dann erst mal noch eine Lizenz ersteigern muss um dann für die nächsten 10 Jahre fahren zu können. Ein Auto ist also kein ganz billiger Spaß hier (abgesehen davon: nichts ist billig in Singapur). Aber Singapur hat nicht umsonst das höchste Pro-Kopf-Einkommen. Weihnachtsdeko ist auch nicht zu übersehen - aber ist schon etwas komisch Mitte November und bei 30 Grad!

Nächster Stop ist dann Little India - und ja, da ist schon alles etwas enger und voller als im Rest der Stadt - viele kleine Ramsch-Läden, daneben ein Reifenhändler, Goldhändler, ein Tempel...Little India eben. Da grad irgendein indischens Neujahrsfest war, war alles noch bunter als sonst. Und weil grad Mittagszeit war, war auch Zeit für ein gutes Essen - und das war mit Abstand das beste indische Essen das ich je hatte! Achja, und damit hatten wir mal wieder einen Regenschauer überbrückt.

Weiter gehts mit dem Bus durch das muslimische Viertel mit einer Moschee, und durch Downtown mit vielen alten Kolonialbauten, aber auch den ganzen modernen Bürotürmen - schöner Kontrast! Ja, und schon war der Tage wieder fast vorbei... kurze ausruhen im Hotel, und wieder ins Zentrum, gutes Essen im Food Court - und dann wieder ein paar gute Ausblicke von oben: erst in der Hotelbar 1 Altitude - schicke Bar mit super Blick auf Downtown, Marina Bay Sands und den Rest (und mit dem schärfsten Cocktail den ich je hatte... mit Chili). Und dann hinauf auf den höchsten Tower und die höchsten Open Bar der Welt auf 282 Meter - und jeder kann sich vorstellen wie gigantisch der Blick von da oben ist!! Leider investiert die Stadt nicht unglaublich viel in eine tolle Nachtbeleuchtung - da gibts bessere Beispiele. Aber das ist jetzt Jammern auf sehr hohem Niveau ;-)

Am letzten Tag gehts auf die Insel Sentosa - eine künstlich angelegt Insel mit Strand und Vergnügungspark. Eigentlich wurde empfohlen, man sollte da mit der Seilbahn hinfahren. Aber nachdem wir den Preis gesehen haben und wir nun doch schon ein paarmal Seilbahn gefahren sind (und nichts mehr den Ausblick der diversen Bars toppen konnte), entscheiden wir uns dann doch für die Bahn. Sentosa ist sicherlich kein Urlaubsziel, aber als Wochenendausflug von Singapur mal ganz ok. Waren also ein paar entspannte Stunden am Strand. Also, was noch tun? Hm - da gibts ja die Tiger-Brauerei, eins der besseren Biere in Asien. Was liegt da näher für zwei Bayern, als eine Brauereiführung zu machen. Einmal quer durch die Stadt und raus ins Industriegebiet - der Ansturm war nicht riesig, also hatten wir beide eine Privatführung! Und dann 45 Minuten free flow von allen Biersorten des Heineken-Konzerns (dazu gehört Tiger nämlich). Und das war's dann von Singapur - ab zum Flughafen, wo man neben viel Einkaufen (wen überrascht's) auch eine kostenlose Fußmassage bekommt. Und kaum angekommen in Shanghai, wieder Alltag: ein Taxifahrer, der mich nicht versteht (und noch dazu den Weg nicht kennt)........ ;-)

Mehr Fotos gibts natürlich im Picasa Album!


16. November 2012

Zur Abwechslung ein bisschen Südamerika

Weil ja sowieso der Alltag sehr asiatisch geprägt ist, muss ja auch ab und zu ein bisschen Abwechslung sein - und deswegen mach ich jetzt einen Salsa-Kurs. Erst mal weil ich das schon immer machen wollte, weil die Musik sowieso super ist, und weil der Kurs von einer Freundin organisiert wird. Schöne Abwechslung für die Sonntag-Abende! Und sehr zu empfehlen, macht wirklich Spaß!

11. November 2012

Der Parteitag und die Zensur

Zensiert wird ja in China so einiges - alles mögliche, was regierungskritisch ist wird durch zig tausende Mitarbeiter bei der Zensurbehörde gelöscht oder geblockt. Da im Moment gerade der Parteitag in China stattfindet, nimmt das alles ziemlich absurde Züge an. Das Internet ist noch langsamer als ohnehin schon, die Regierung stellt tausende zusätzliche Leute zum Zensieren ein, um die Inhalte im Internet "technisch anzupassen".

Hier ein ganz interessanter Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/internet-machtkampf-um-den-parteitag-von-chinas-kp-a-866291.html

Und sogar die VPN-Dienste, ohne die man sowieso nicht auf Seiten wie Facebook, Youtube, viele Nachrichtenseiten, oder nicht mal auf diesen Blog zugreifen kann (man kauft sich ganz legal einen Account bei einem der Anbieter, der dann simuliert, dass ich mich von einem anderen Land ins Internet einwähle), funktionieren nicht oder nur sehr eingeschränkt. Auf dem Foto die Meldung von meinem VPN Client:


10. November 2012

Karaoke Night

Zeit wird's, endlich einer der Lieblingsbeschäftigungen der Chinesen nachzugehen: Karaoke! Seit ich hier bin, war ich noch nicht wieder dort! Karaoke-Läden gibts ja hier an jeder Ecke - manche seriöser als andere. Wir gehen natürlich in einen seriösen, ist ja klar. Sieht erst mal aus wie die Empfangshalle eines Hotels... und dann werden wir in eine der vielen Zimmer gebracht. Karaoke in Asien funktioniert ja nicht wie im Westen: hier mietet man sich mit seinen 5 bis x Freunden einen Raum, in dem man dann ganz "ungestört" singen kann. Die Lieder wählt man natürlich selbst. Und auf dem trockenen sitzen muss man auch nicht, natürlich kann man sich alle möglichen Getränke und Snacks bestellen, damit die Stimme etwas weicher wird.

Und der Unterschied zwischen Chinesen und westlichen Leuten bei Karaoke: bei den Chinesen steht nur derjenige, der grad singt, die anderen sitzen ruhig auf der Couch (und die Stimmung ist - soweit man das durch die Türen der anderen Räume sieht - ...naja). Bei den westlichen Leuten ist das beim ersten Lied noch ähnlich, aber dann stehen eigentlich alle, und egal werd grad das Mikro hat, alle singen mit :-)

4. November 2012

Halloween beim Chef

Etwas verspätet aber doch: Der Chef hat zur Halloween-Party eingeladen! Also, auf zum Kostüm shoppen! Leider war die Auswahl schon etwas begrenzt im Shop ums Eck - aber Hauptsache irgendwas gefunden, was etwas länger ist als die eher typisch chinesischen Kostüme (wo die Rocklänge auch als etwas breiterer Gürtel durchgehen könnte).

Da mein Chef länger in USA gelebt hat, ist er natürlich entsprechend ausgerüstet für Halloween - die komplette Wohnung war wirklich toll dekoriert! Leider hab ich kein Foto davon... aber eben wie man sich das so vorstellt: überall Spinnweben, Spinnen, Knochen, Skelette, Girlanden etc...
Nebenbei gabs auch noch tolles Essen und den ein oder anderen guten Tropfen Wein!

Und weil die Welt klein ist, treff ich da Leute aus Altötting, die beim Michlwirt geheiratet haben :-)