31. Mai 2013

Alles vor Ort

Das gibts auch nur in China: Die Abdeckung eines Eingangs wird erneuert. Und anstatt das in einer Schneiderei zu bringen, wird eben die Näherin herbeigeschafft, und näht das alles vor Ort - mitten auf dem Zebrastreifen, und zwischen parkenden Autos:


28. Mai 2013

BSB Konzert

Ja, das glaub ich ja eigentlich selber nicht, dass ich wirklich mal auf einem Backstreet Boys Konzert bin... aber wenn die schon mal in Shanghai sind (und die bescheuerte Idee, dass wir da unbedingt hingehen müssen an irgendeinem Abend entstanden ist...)! Ausgerüstet mit bedruckten T-Shirts... Alt sind sie geworden, die Boys! Aber die alten Lieder können sie immer noch (und wir auch) ... nur bei den neuen Liedern will irgendwie keine Stimmung aufkommen in der Halle - irgendwie kennt die keiner ;-)


27. Mai 2013

Hauptsache 2 Räder

Eigentlich ist es ja ganz normal hier: ungefähr jeder hat einen Roller, Scotter oder ähnliches, und mangels Garage wird der dann schon mal im Haus respektive Restaurant abgestellt. Aber sowas sieht man nicht alle Tage: eine brandneue Harley im Restaurant!!


26. Mai 2013

Champions League Finale in Shanghai

Logischerweise sind hier auch viele im Champions League-Fieber! Also muss der Abend entsprechend vorbereitet werden - schließlich startet das Spiel erst um 2:45 Uhr nachts! Also: standesgemäß muss es zumindest ansatzweise bayrische Küche geben. Und weil es gleich ums Eck ein chinesisches Restaurant gibt, das "deutsche Küche" anbietet, wird das nun endlich mal ausprobiert: Schnitzel beim Chinesen! Wer hätte gedacht dass es das wirklich gibt - und noch dazu schmeckt!?! Ok, anstatt einer Zitrone gibts eine Gurkenscheibe zum Schnitzel, der Kartoffelsalat war nicht "bayrische Art" sondern mit Mayonnaise, aber dafür gar nicht mal so schlecht (und ehrlich gesagt konnte man die anderen Gerichte nicht wirklich essen - aber was soll's) ... aber das Schnitzel war wirklich fast original! Und was kann man sich beschweren, wenn es umgerechnet nicht mal 2,50 EUR kostet (beim nächsten Mal: nur Schnitzel und Kartoffelsalat bestellen, und Zitrone selbst mitbringen ;-))!!!


Nächster Stopp: Sportliche Einstimmung des Abends beim Bowling (Bayern hat gewonnen). Es war sogar so bayrisch eingestimmt, dass ich meistens "Alle Neune" abgeräumt hab - anstatt 10! :-)


Und dann sollte es eigentlich endlich zum Public Viewing gehen. Mit großer Leinwand auf einem Platz in Shanghai, mit Bier und Hot Dogs - wie das eben sein muss. Aber die Verantwortlichen von Heineken haben wohl nicht die notwendigen Genehmigungen eingeholt (oder nicht mit den richtigen Leuten gesprochen) - auf jeden Fall war auf einmal die Polizei vor Ort, Leinwand ging aus, und die Pre-Party war vorbei! Tja, wohin jetzt? Zum Glück gibts ja genügend Bars in Shanghai, und so natürlich auch die ein oder andere Sports-Bar. Wir hatten Glück, da wir noch relativ früh dran waren so um 1 Uhr morgens, gab es auch noch genügend Plätze. Aber dann füllte sich die Bar schlagartig (hauptsächlich mit Leuten in Bayern-Shirts... und vielen "neutralen"). Erst war es natürlich noch relativ gemütlich, und da trifft man dann auch interessante Leute, so auch einen Herrn aus Trostberg (ja, wirklich wahr, der Kollege mit dem "Mia San Mia" Shirt auf dem Foto). Endlich gings dann los - wurde auch Zeit, denn langsam wurde es spät! Aber jeder kennt ja das Ergebnis, und so war dann auch die Stimmung super!


Übrigens: wenn mal bei einem billigen Fake T-Shirt der Aufdruck nach dem ersten Mal waschen abgeht: einfach zum Schneider ums Eck und (mehr oder weniger gut) annähen lassen:


Als wir heimgingen, war es dann auch schon hell. Und wirklich interessant, was um 5 Uhr morgens auf den Straßen von Shanghai alles los ist......

25. Mai 2013

Verzweifelt am Flughafen

Eigentlich war erst mal alles wie immer: einen späten Flug von Peking nach Shanghai gebucht, Freitags 20:30 Uhr. Und dieses Mal sogar überpünktlich für meine Verhältnisse am Flughafen gewesen. Dann das typische Bild: eine chinesische Touristengruppe, die brav in Zweierreihen wie in der Schule wartet, bis die nächsten Anweisungen vom Reiseführer kommen:


Wie immer hatte ich schon online eingecheckt, also direkt durch die Passkontrolle & Sicherheitscheck. Bis ich dann sehen: Flug gestrichen! Also wieder raus zum Check-in Schalter. Ja, Flug gestrichen. Alles andere am Schalter xxx. Dort stehen natürlich hunderte Chinesen mit dem gleichen Problem. Dann die Info: Flug ist auf 7 Uhr morgens am nächsten Tag verschoben. Na toll, damit ist das Wochenende also auch wieder halb gelaufen. Nein, es gibt auch sonst keine weiteren Flüge nach Shanghai an diesem Abend (normalerweise gibt es die so alle halbe Stunde). Na perfekt. Anscheinend wegen schlechtem Wetter. Komisch nur, dass weder in Peking noch in Shanghai schlechtes Wetter ist! Flugsicherung wohl. Auf jeden Fall sind unzählige Flüge gestrichen.

Nach viel chaotischem hin- und herlaufen von Schalter zu Schalter dann die Bestätigung für den nächsten Morgen. Und zum Hotel in den ersten Stock, da gibts mehr Info. Naja, von wegen, natürlich gabs da niemanden, der irgendwelche Infos hatte. Auf jeden Fall standen dann zig Chinesen und warteten auf einen Bus der sie in irgendein Hotel fahren sollte. Das war mir dann logischerweise zu blöd. Also Chef angerufen, ob er trotzdem eine Übernachtung in einem "normalen" Hotel genehmigt. Alles ok, also dann zurück ins Stamm-Hotel. Wenigstens ein bequemes und sauberes Bett für die kurze Nacht. Frühstück gibts ja um eine solche Uhrzeit nicht, also Frühstücks-Box, aber die Dame sagt dann schon, dass das "very basic" ist. Na toll.

Aber dann die positive Überraschung: eine riesige Box, mit kleinen Brötchen, Wurst, Lachs, Grünzeugs, Ei, Marmelade, Obst, Saft, Wasser. Nur der Kaffee hat gefehlt... aber den gabs dann im Flugzeug - da das ziemlich leer war, war der Service auch entsprechend gut :-)


19. Mai 2013

Caro in Shanghai

Endlich mal wieder Besuch von einer guten Freundin! Dank sei einer Dienstreise von USA nach China - und so wird eben ein Wochenende privat drangehängt! Und das wird dann auch richtig genossen:

Los gehts mit einem leckeren Abendessen, schön scharf mit Sichuan-Küche! Genau das richtige um auf ein chinesisches Wochenende einzustimmen, und in Ruhe zu reden! Und den Regen Regen sein lassen. Dank Jetlag bleibts auch dabei, was auch meinem Schlafpensum nicht schadet!

Weiter gehts mit leckerem Essen - was auch sonst tun bei Regen: mit Dim Sum Brunch, all-you-can-eat!

Und als wir aus dem Restaurant rausgehen und aufs Taxi warten, trauen wir unseren Augen nicht: Ein Hochzeitsauto, geschmückt im Hello-Kitty-Style:


Den regnerischen Nachmittag verbringen wir dann in "Caro-Paradise": im Pearl Market! Caro liebt Perlen, und dort gibts ein ganzes Stockwerk mit kleinen Läden mit unzähligen Perlenketten in allen Formen und Farben, und wenn es eine Kette nicht gibt, wird sie eben gemacht. Der Nachmittag geht also schnell vorbei ;-)


Nach diesem anstrengenden Tag wird's endlich Zeit für eine schöne Massage ... und danach einem leckeren Abendessen in einem Teppanyaki-Restaurant - und anschließend natürlich den obligatorischen Drinks mit Aussicht in der Vue Bar!

Der Sonntag fängt an, wie er anfangen muss: Das Wetter wird besser, die Sonne kommt langsam raus, also gemütlich Frühstücken im Hinterhof, weg vom Lärm Shanghai's! Und vorbereiten auf den stressigsten Teil des Wochenendes: Sightseeing! In und um den Yu Garden gibt es das, was chinesisches Sightseeing ist: unzählige Leute, viel Lärm, Stress, Verkäufer... aber sowas muss natürlich bei einem Shanghai-Besuch auch sein! Rundherum gibt es noch einen Teil des alten Shanghais: kleine Gassen, alte Häuser, viele kleine Läden (die aber natürlich hauptsächliche auf Touristen ausgerichtet sind). Und der richtig touristische Teil: in alten Gebäuden sind unzählige Geschäfte und kleine Restaurants untergebracht. Der Garten selbst ist ein typisch chinesischer Garten, verwinkelt, mit vielen Steinen, Grün, chinesischen Gebäuden. Und unzähligen Touristengruppen natürlich. Gesehen, weiter gehts!


Das Wetter sieht gut aus, also fahren wir nach Pudong, um auf das World Financial Center zu fahren (der linke der 3 Tower auf dem Foto). Nach einem Labyrinth im Keller des Gebäudes mit Kasse, Video etc gehts endlich in den Aufzug, und hinauf in den 94., und später 100. Stock - mit eigentlich gigantischer Aussicht auf ganz Shanghai. Leider ist es doch sehr trüb da oben... aber trotzdem ganz schön beeindruckend da oben! Ich hatte es mir trotzdem noch etwas größer und spektakulärer vorgestellt - es ist dann doch natürlich wieder etwas touristisch aufgeblasen... aber naja - das muss wohl so sein.


Nach einem Bummel auf der berühmten Nanjing Road, lassen wir das tolle Wochenende bei einem Spaziergang auf der Promenade am Bund ausklingen...


Immer schön stylisch

...auch beim Mountainbiken mitten in Shanghai ist es extrem wichtig, modisch angezogen zu sein:


Chinesische Baustellen

...sehen immer so aus: ein bis zwei Leute arbeiten, aber es gibt dann mindestens doppelt so viele, die das alles "überwachen" müssen:


Öffentliche Wäscheleine

Folgendes Foto ist nicht aus irgendeiner chinesischen traditionellen Hinterhof-Straße - sondern der Eingang zu einem eher westlich orientierten neuen renovierten Viertel mit Restaurants: es ist eben trotzdem ein sauberer und ruhiger Platz, um dort die Wäsche zu trocknen!


18. Mai 2013

Wenn's mal schnell gehen muss

...und für das Kind grad keine Toilette in der Nähe ist, muss eben ein Mülleimer herhalten (aber alternativ geht das auch auf der Straße beim Abfluss, oder einfach auf der Straße ;-) )!

15. Mai 2013

Die guten alten Zeiten

Und wieder einmal ein Kurzbesucher in Shanghai: Seit Jahren nicht gesehen, aber vor 6 Jahren in Shanghai doch so vieles erlebt. Zeit, das ganze bei ein, zwei Getränken am Abend mit Domi mal wieder Revue passieren zu lassen! Naja, geändert hat sich schon ein bisschen was. Allein schon, dass wir jetzt etwas hochwertigere Drinks zu uns nehmen, und das auch noch mit im tollen Ambiente der Vue Bar!
Aber ein bisschen back in time muss dann doch sein: Weil Mittwoch ist, muss ein Besuch im legendären Zapatas her! Aber hier hat sich nicht viel verändert: Das Publikum ist ähnlich gemischt: viele junge Studenten oder Praktikanten, und viele möchte-gern-junge ältere Semester. Tanzen auf der Bar, free Tequila, und alles anständig verraucht. Manche Sachen ändern sich eben nie!

12. Mai 2013

Beste Jahreszeit in Shanghai

...und das heißt: eigentlich ist das auch gar nicht mehr Frühling, denn der dauert hier vielleicht eine Woche. Dann wird's schon direkt Sommer: 30 Grad, Sonne (ok, der blaue Himmel ist ab und zu etwas eingetrübt was das "draußen-an-der-frischen-Luft-sein" etwas zunichte macht), noch trockenes Klima (bevor in 3 oder 4 Wochen das schwüle Sommerwetter kommt). Und: Wochenende! Das heißt: bestes Biergartenwetter! Muss man sich nur ein Plätzchen suchen, das nicht direkt neben der Straße ist. Aber Shanghai hat ja alles, also auch gemütliche laue Frühlings-/Sommernächte unter Bäumen. Oder gemütliche Frühstücks-Cafés mit ruhigem Innenhof. Leider sind die Wochenenden immer viel zu kurz für sowas!
Hoffentlich bleibt das ein paar mehr Wochen so, damit der unerträgliche Sommer nicht so lange dauert...

9. Mai 2013

Höchste Sicherheits-Stufe im Hotel

Schon abends als ich in Peking vom Flughafen zum Hotel gefahren bin, musste der Fahrer vor der Hoteleinfahrt stoppen, alles war abgeriegelt, fünf große Polizeiwägen. Ok, dann eben die letzten Meter zu Fuß. Am Eingang Sicherheitscheck wie am Flughafen. Fernseher-Empfang war auch irgendwie abgeriegelt, ständig irgendwelche Flimmerbilder oder komische Zahlen und Buchstaben...
Am nächsten Tag beim Frühstück: Security-Männer mit Verkabelung beim Frühstück, unglaublich viele Leute im Frühstücksraum inkl. Presseleute mit umgehängten Presse-Ausweisen - so ein Rummel war das noch nie! Eigentlich ist Frühstück eine gemütliche und ruhige Angelegenheit in dem Hotel.
Raus aus dem Hotel, natürlich musste ich an die Straße vorlaufen um ein Taxi zu kriegen. Vor dem Hotel standen 6 oder 8 schwere Audi; 8 Kleinbusse fuhren vor, vermutlich um den ganzen Trupp abzuholen. Vor der Tiefgarage Polizei inkl. Hunden, sehr viel Sicherheitspersonal. Natürlich hat keiner gesagt wer da ist - nur: "eine wichtige Delegation". Auf jeden Fall ein Erlebnis, und mal was anderes auf meiner wöchentlichen Peking-Reise!

1. Mai 2013

Entspannen am Tag der Arbeit

Der 1. Mai ist auch Tag der Arbeit in China. Und da man ja an dem Tag nicht arbeiten soll, gibts ein bisschen Kunst: in der Moganshan Road sind in einigen renovierten Gebäude-Komplexen unzählige Galerien untergebracht. Aber weil wir alle nicht wirkliche Kunstkenner sind, und das Wetter eigentlich viel mehr für ein Eis in der Sonne einlädt, begrenzt sich der Besuch auf ein "gesehen", und weiter gehts zu den Cool Docks - ebenfalls renovierte Gebäude mit schicken Restaurants und Cafés am Fluss (in der Nähe des Strands). Und dort gibts dann auch das heiß ersehnte Eis in der Sonne. Als diese hinter den nahen Hochhäusern verschwindet, gehts mit der Fähre über den Fluss, und zu Fuss die schöne und ruhige Promenade entlang - Ruhe, Natur, teuren Restaurants, Yacht Club... und daneben Wohnkomplexe mit den teuersten Wohnungen Shanghais; von denen die meisten aber leerstehen! Aber dafür kostenlos: ein toller Sonnenuntergang hinter der Silhouette von Downtown Shanghai!


30. April 2013

Frühling im botanischen Garten

Traumhaftes Wetter an den Feiertagen - also bietet sich an dem Botanischen Garten in Shanghai mal einen Besuch abzustatten und dort den Frühling zu genießen! Er liegt etwas südlich der Stadt, inmitten von sehr verkehrsreichen Straßen. Aber im gross angelegten Garten hat man bei der Ruhe den Verkehr schnell vergessen! Logischerweise sind ziemlich viele Leute unterwegs - aber es gibt trotzdem Ecken, in denen man die Ruhe und Natur genießen kann! Im Frühling blüht natürlich alles schön bunt... perfekt um den Arbeitsalltag zu vergessen!



28. April 2013

Arbeitswochenende für Feiertage

Wie das in der chinesischen Feiertagsplanung so üblich ist, werden bei Feiertagen die auf Wochentage fallen möglichst viele Tage am Stück als freie Tage freigeschaufelt. Und das heißt dann: 1. Mai ist Feiertag, und da der auf einen Mittwoch fällt werden Montag und Dienstag eben auch als offizielle Feiertage festgelegt. Blöd nur, dass man die schon am Wochenende vorher vorarbeiten muss... und das kommt dieses Jahr insgesamt viermal vor!! Also: anstrengende 7-Tage-Woche, 3 Tage frei, 2 Tage arbeiten, Wochenende. Mal abgesehen von 7 Tagen Arbeit am Stück könnte man sich an den restlichen frei/arbeiten-Rhythmus durchaus gewöhnen!

9. April 2013

Zur Kirschblüte in Japan

Was ist die beste Zeit um nach Japan zu reisen? Entweder im Frühling zur Kirschblüte oder im Herbst
wenn die Bäume bunt werden. Da ich den Indian Summer aus USA kenne (und ich nicht glaube dass der zu toppen ist), muss es also zur Kirschblüte sein. Guter Zufall, dass Anfang April in China sowas wie Allerheiligen, also Feiertag ist. Und noch besser, dass ich ein paar Freundinnen in Japan habe, die glücklicherweise auch Zeit haben (und noch dazu fast alles organisiert haben!).

Erster Stopp ist also DIE Kulturstadt Japan's, Kyoto. Es gibt unzählige Tempel, geschichtliche Sehenswürdigkeiten und Gärten. Aber eigentlich dreht sich alles nur um eins: die unglaublich vielen Kirschbäume, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Und das beste: nur ca. eine Woche lang stehen die Bäume in voller Blüte, und genau die hab ich anscheinend erwischt - mit bestem Frühlingswetter! Logischerweise sind auch Unmengen an Leuten unterwegs, aber was soll's. Es ist übrigens auch Tradition, in den Parks unter den Bäumen zu picknicken. Wegen den vielen Leuten muss man auch in manchen kleinen bekannten Restaurants eine halbe Ewigkeit anstehen. Oder sich die engen kleinen Gassen und vielen kleinen Läden in Gion mit vielen anderen teilen. Oder am Eingang zum berühmten Kiyomizu-dera einfach mal eine halbe Stunde anstehen. Aber dafür gibts dann eine tolle Aussicht in der Dämmerung, und bei Dunkelheit auf die beleuchteten Kirschbäume und den Tempel.

Nächster Stopp ist Ise, ein Stück Autofahrt von Kyoto entfernt. Im übrigen ist der Verkehr hier unglaublich geordnet - eine Wohltat im Gegensatz zu China und anderen Ländern in Asien. Alles so schön ruhig, den Regeln folgend, und alles sauber. Ein bisschen das Deutschland von Asien würd ich sagen ;-) Bis auf die Autos - hauptsächlich kleine Autos, die fast alles aussehen wie kleine Boxen; muss wohl sein wenn der Platz Mangelware ist! 
Ise ist ein kleiner Ort, und das bekannteste hier ist ein berühmter Tempel. Der wird alle 20 Jahre komplett neu aufgebaut, so auch dieses Jahr. Leider sieht man nicht so viel davon, weil nur wichtige Leute in den inneren Bereich dürfen. Aber dafür gibt es auch hier - wie vor jedem Tempel offensichtlich - eine Straße mit unzähligen Läden. Und so wird dann auch eine Sake- und Pflaumenwein-Probe fällig. Und eine Tee-Zeremonie mit dem berühmten Matcha, einem starken Grüntee aus Grünteepulver. Grüntee ist in Japan ja sowieso überall enthalten. Kekse, Eis, andere Süßigkeiten... und natürlich Tee. Auf der Rückfahrt stoppen wir noch in Inayama, um eins der wenigen Schlösser Japan's anzuschauen.

Dann gibt's erst mal ein typisches japanisches Abendessen bei den Eltern meiner Freundin - bevor ein gemütlicher und entspannter Tag in einem traditionellen Ryokan an einem See beim Mt Fuji ansteht. In Japan gibt es unzählige heiße Quellen, und das ist wohl auch deren Lieblingsbeschäftigung. Und in einem Ryokan gibt es dann neben verschiedenen heißen Bädern auch ein traditionelles (und auch traditionell serviertes) ca. 8-gängiges Abendessen, traditionelles Schlafen auf einem Futon, und traditionelles Frühstück. Sehr entspannend alles. Und auch perfekt weil das Wetter an dem Tag ziemlich schlecht war. Aber tagsüber reißt es dann auf, bereits zum Frühstück Sonnenschein, nur der Gipfel vom berühmten Berg sind verhangen. Also, rauf auf den Berg. Bis 2020 m kann man mit dem Auto fahren. Aber da oben sieht man dann erst mal nix, weil die Wolken zu niedrig sind. Plötzlich bläst aber der Wind alles weg, und man sieht auf die herumliegenden Berge und Seen. Es ist aber eindeutig zu kalt und windig, immerhin nur 4 Grad, was im Vergleich zu den vorherigen Tagen bei ca. 20 Grad und Sonnenschein eindeutig zu kalt ist. Also fahren wir weiter in ein kleines Dorf in der Nähe mit super Blick auf den Berg. Und nach und nach werden auch die Wolken weniger... es ist wohl selten dass man einen so freien Blick auf Mt Fuji hat! Aber bis zum späteren Nachmittag sollten sich dann auch die letzten Wolken verzogen haben... Glück gehabt!


Vor der Rückreise steht dann noch eine Fahrt mit dem berühmten Shinkansen an, der mit bis zu 340 km/h durch die Gegend rast. Nara, die erste feste japanische Hauptstadt steht noch auf dem Besuchsprogramm. Eine kleine Stadt mit einem riesigen Park, und - natürlich - Tempeln. Mit dem Unterschied, dass hier überall Rehe und Hirsche rumlaufen, die anscheinend hier als sowas wie heilig betrachtet werden. Und der größte Buddha überhaupt, 16 m hoch. Schon beeindruckend!

Der Rückflug ist dann wieder ab Osaka - eine moderne Stadt, was bei der Fahrt zum Flughafen deutlich wird. Alles auf engstem Raum, moderne Wolkenkratzer eng nebeneinander. Ein Kurzbesuch im Ausgeh-Viertel Dotonbori muss noch sein, wo sich die Neonschilder einen Wettkampf liefern - bunte Schilder wohin man blickt. Und unzählige Restaurantbesitzer mit den verschiedensten japanischen Gerichten.

Mit japanischer "Reiseführung" ist natürlich jede Mahlzeit ein Highlight - lokal und richtig authentisch japanisch. English wird ja hier leider nicht so viel gesprochen, aber mit Einheimischen tut man sich da leicht... und jedes Essen war wirklich ein Hit - japanische Küche ist wirklich total lecker - egal ob in den netten Restaurants, an den vielen Straßenständen, oder in den Süßigkeitenläden.

Weitere Eindrücke von diesem tollen Kurztrip in Bildern gibt's wie immer auf Picasa.

31. März 2013

Österreichischer Abend

Ein Schnitzelabend war ja schon lange ausständig - so richtig original mit ein paar Österreichern und Deutschen. Am Ende war dann Schweiz und Frankreich auch vertreten, was dem Abend aber natürlich nicht geschadet hat! Das herausfordernste an einem solchen Abend ist das Einkaufen - denn bekanntermaßen sind manche westliche Zutaten schwer zu bekommen hier. Zum Beispiel eine kräftige Rinderbrühe - also wirds Gemüsebrühe. Und natürlich Kalbsschnitzel - es gibt ja einen australischen Metzger der so ziemlich alles hat was gutes Fleisch anbelangt, aber eben nicht immer Kalbsschnitzel. Und blöderweise kam seine Lieferung am Samstag nicht an - also eben kein original Wienerschnitzel, sondern ein Schnitzel Wiener Art. Semmelbrösel bedurften auch einiger Suche, aber zum Glück gibts das als Amerika-Import (komisch, ist aber so). Kartoffeln gibts natürlich überall, leider eher die mehlig kochenden - aber mei, wird der Kartoffelsalat eben etwas weicher. Feld-/Vogerlsalat gibts auch nicht, aber sowas ähnliches aus Neuseeland. Preiselbeermarmelade: klar verfügbar, letztes Glas gekauft! Tja und für die Nachspeise: statt normalem Topfen gibts nur Speisequarkzubereitung, statt Marillen müssen Loquats herhalten (genau, am besten mal bei Google suchen was das ist... schmeckt fast so ähnlich...), aber dafür gibts Zwetschgen. Und was kommt dabei raus?

Frittatensuppe:
















Schnitzel mit Kartoffelsalat:
















Zwetschgen-/Marillenknödel:
















Ja, kaum zu glauben: alles selbstgemacht, und es hat für Hobby-Koch-Verhältnisse und Zutaten-Improvisation schon ziemlich ähnlich original gut geschmeckt ;-)

Frohe Ostern - und Frühling in Shanghai!

Ostern wird hier in China ja gar nicht gefeiert - das einzige ist da noch der Ostergottesdienst in den katholischen Kirchen. Die bei mir nebenan war wirklich komplett voll beim englischsprachigen Gottesdienst! Ansonsten gibts hier auch keine gefärbten Eier - keine Chance hier Eierfarbe aufzutreiben! Nicht mal einen Schokohasen hab ich gefunden...

Aber dafür war - im Gegensatz zum winterlichen Deutschland - das Wetter angemessen: blauer Himmel, frühlingshafte Temperaturen, und langsam werden die Bäume wieder grün und fangen an zu blühen! Die schönste Jahreszeit in Shanghai beginnt!

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

30. März 2013

Dönerersatz

Es gibt ja vieles in Shanghai, aber eben nicht an jeder Ecke eine Dönerbude, wo man sich nach einer langen Nacht noch was zu essen holt. Aber dafür gibts quasi 24/7 die chinesischen Grillspießchen an
jeder Straßenecke. Aufgespießt auf Holzspieße sucht man sich aus was man glaub dass um eine solche Uhrzeit noch oder wieder gut für den Magen ist - von Gemüse und Pilzen über Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte... keine Wünsch bleiben offen) - und lässt es dann auf den kleinen Grills neben der Straße grillen. Wahlweise isst man das im stehen, oder die etwas besser ausgestatteten haben dann Stühle und Hocker und manchmal sogar ein Zelt. Ob das gesund ist? Hmm - ist um diese Uhrzeit nicht wichtig, und die Frage ist sowieso relativ hier ;-)


24. März 2013

Depressives Wetter

...und das jetzt schon seit Wochen - nur ab und zu kommt mal ansatzweise die Sonne durch, und das sind sonst nur Zustände in Beijing! Shanghai war eigentlich immer besser, aber wie ja in allen Medien zu lesen und zu hören ist, ist diesen Winter die Luftverschmutzung nicht nur in Beijing sondern auch in Shanghai ziemlich extrem. Langsam wird das anstrengend, wenn man jeden Tag folgendes Bild sieht, hier von meinem Balkon, mittags:


Und zum Vergleich wie das bei gutem Wetter vor einigen Monaten ausgesehen hat:


23. März 2013

Geld erneuern

...kann man hier anscheinend auch: an den sogenannten Cash Recycling Machines in verschiedenen Banken ;-)


10. März 2013

Kurzfristiger Kurz-Trip nach Linz

Dienstreisen sind wegen Kosteneinsparungen gerade nicht so häufig bei uns - umso überraschender nachdem dann doch noch kurzfristig eine Dienstreise nach Linz zu einem Workshop mit Kollegen aus aller Welt genehmigt wurde! Und so hieß es, innerhalb von 5 Tagen Flug, Besprechungen und private Treffen für eine Woche zu organisieren! Zum Glück gabs noch einen relativ günstigen Flug mit Austrian Airlines (und mit dem kleinsten Flieger mit dem ich je geflogen bin von Wien nach Linz: 12 Sitzreihen und ich ganz hinten in der Einer-Reihe, direkt neben "Küche" und Toilette) ... und so hieß es dann plötzlich Samstag Abend a Flascherl Wein in Linz trinken! Nachdem dann wegen Müdigkeit (und Faulheit, und mangels Winterausrüstung) ein sportlicher Sonntag schnell gestrichen war, musste aber doch ein Ausflug in die Berge sein - bei dem traumhafte
n Wetter (das die ganze Woche so traumhaft bleiben sollte.... wirklich toll nach einem anscheinend sehr dunklen und trüben Winter!)! Also gings zum Mittagessen nach Vorderstoder, mit Frittatensuppe, einem unglaublich tollen Schnitzel, Blick auf Großen Priel und umliegende Gipfel... und ein paar Stunden Sonne tanken bei Kaffee und Bauernkrapfen. Traum Sonntag! Der dann noch vom obligatorischen Friseurbesuch (und toller Lasagne) abgerundet wurde!

Weiter gings mit einer anstrengender Arbeitswoche - unzählige Besprechungen, zwischendrin ehemalige Kollegen treffen, Abendprogramm - entweder privat oder dienstlich. Viel Zeit für Jetlag und Schlaf blieb da nicht - aber dafür für viel gutes Essen und viele Leute treffen! Was man in einer Woche alles Essen und Trinken und Leute treffen kann - eigentlich unglaublich!! Ende der Woche hat der Jetlag dann doch eingesetzt (oder der Schlaf war einfach zu wenig...). Ein Kurzbesuch im schönen Chiemgau bei Family & Friends wurde natürlich auch reingequetscht... und schon war die Woche wieder vorbei... nochmal lecker traditionelles Mittagessen bei Scheibis, und mit den Nachtflug quasi direkt von Linz ins Büro in Peking. Genau - der Montag war dann wirklich anstrengend und das Hotelbett sowas von nötig! Aber schee wars dahoam...

24. Februar 2013

Laternenfest

Das Chinesische Neujahr dauert ja ziemlich lange - und so findet es erst am 15. Tag des neuen Mondjahres seinen Abschluss im sogenannten Laternenfest. Rote Laternen hängen zwar eigentlich schon die ganze Zeit überall, aber ganz speziell am letzten Tag wird eben das Laternenfest begangen. Und zwischendrin: haben viele Geschäfte geschlossen, sind alle Chinesen irgendwo im Land bei ihren Familien, und jeden Tag werden tausende Böller angezündet. Als Ausländer ist man ja irgendwo im Urlaub (wie ich in Vietnam) und bekommt nicht soviel davon mit - aber das ist eigentlich auch ganz gut so! Es war auch so genug Knallerei und Feuerwerk! Wen's interessiert, kann ja noch etwas mehr dazu nachlesen, z.B. auf Wikipedia.
Und hier ein Foto von der Shopping Mall bei mir nebenan:


19. Februar 2013

Vietnam - ein Trip durch den Süden

Die Woche Feiertage wegen Chinesischem Neujahrsfest plus ein paar Urlaubstage macht einen schönen Zeitraum für einen Asienurlaub. Eigentlich war ja ein Mix aus Tauchurlaub und Land anschaun geplant. Aber da wir mal wieder spät dran waren mit Flug buchen, und uns dann auch nicht wirklich erkundigt haben, dass auch in Vietnam Neujahrsfest ist und daher jede Menge los ist was Flug- und Hotelbuchungen angeht, wurde quasi nichts aus dem Tauchurlaub, und die Route wurde etwas getrieben von den wenigen noch verfügbaren Inlandsflügen ;-) Nichtsdestotrotz wurde es ein schöner Trip durch den Süden des Landes! Startpunkt war Ho Chi Minh City/Saigon. Mit einem zentral gelegenen Hotel lässt sich die Stadt sehr gut erkunden, und so geht es zu Fuß los. Erste Auffälligkeit: 90% der Bevölkerung scheint einen Roller zu besitzen. So sieht dann auch der Verkehr aus, und entsprechend laut und dreckig ist es in der Stadt! Und: vor kurzem hat der erste Starbucks eröffnet ... und es gibt tatsächlich jeden Tag eine lange Schlange davor! Ansonsten hat natürlich fast alles wg. Neujahrsfeiertagen geschlossen, so auch die Märkte und viele Restaurants. Deshalb ist es relativ ruhig in der Stadt, dafür ist alles mit gelben Blumen dekoriert. Und das traditionelle Straßenessen gibt es natürlich trotzdem! Von deinem der neuen Bürotürme hat man einen super Ausblick über die Stadt (und ist weg vom Lärm); und die nötige Entspannung und Erholung von der Hitze gibt's bei unschlagbar günstigen und wirklich tollen Massagen. Und natürlich in einer Rooftop Bars, weg vom Lärm und der Hitze, bei einem kühlen Getränk, und in den Sonnenuntergang hinein! Den Magen voll schlagen kann man sich hier immer und überall: entweder bei einem der vielen "Küchen" auf der Straße, oder bei einem traditionellen Nudelsüppchen, oder ein einem der vielen tollen vietnamesischen Restaurants!

Der Ausflug in den eher chinesisch geprägten Stadtteil Cholon war etwas enttäuschend - natürlich alles geschlossen, sehr heiß, und nach ein oder zwei Tempeln weiß man auch wieder der Rest aussieht! Ausnahmsweise dann auch eine Kirche, überraschenderweise mit Flachbildschirmen und Staubwedeln in den Bänken... ich glaub wenn man in einer Stadt wie Shanghai wohnt, ist eine Stadt wie Saigon einfach "eine andere große, laute, dreckige" Stadt - sehr viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht ... daher wird es Zeit für den nächsten Stop: mit dem Flugzeug etwas in den Norden, nach Hoi An!

Das erste Highlight ist das Hotel: eine nicht allzu große Anlage, sehr ruhig, angelegt wie ein altes nobles großes Haus mit viel grün und kleinen Häuschen wo die Zimmer untergebracht sind, und sehr zuvorkommenden und netten Angestellten. Und nicht weit vom Zentrum des Ortes. Hoi An ist denkmalgeschützt, mit einer sehenswerten Altstadt mit vielen kleinen Häusern, Märkten, kleinen Läden. Sehr angenehm, und man könnte hier schon viele Sachen einkaufen! Die Stadt ist auch sehr bekannt für maßgeschneiderte Kleidung - aber das haben wir ja auch in Shanghai... Und sie ist bekannt für vielfältiges und leckeres Essen - was ich auf jeden Fall bestätigen kann! Nicht weit vom Ort gibt es einige Strände - leider ist es etwas windig und daher nicht ganz so warm ... aber ein tolles Abendessen am Strand entschädigt da für vieles!

Der zweite Tag wird dann eine Bootstour auf die Cham Inseln, etwa eine Stunde von der Küste. Es sollte auch zwei Tauchgänge werden... leider ist die Sicht beim erste so schlecht (wir haben uns schon gefreut wenn wir einen Fisch gesehen haben ;-)), dass wir anstatt dem zweiten Tauchgang lieber etwas mehr Zeit am dafür umso schönere Strand auf der Insel verbringen! Zuerst gehts mit dem Speedboot zum kleinen Ort, dann zu Fuß durch den Ort und wieder zurück zum Strand. Die Insel ist nicht groß, und die Leute leben hier schon sehr "basic" (aber trotzdem hört man aus irgendeinem Radio "Gangnam Style)... und entsprechend idyllisch und ruhig ist der Strand! Ein toller entspannender Tag...


Nach einem tolle Abendessen gehts dann in der Nacht zurück nach Saigon, und nach einer Dusche und Frühstück in einer endlos wirkenden Fahrt in den Ort Can Tho im Mekong-Delta, die sich wegen viel Urlauberverkehr von geplanten drei auf fast fünf Stunden verlängert. Wenn die Umgebung wenigstens schön gewesen wäre - aber außer Verkehr und Häusern sehen wir nicht viel... Endlich angekommen, checken wir auf unserem Boot ein, dass uns die nächsten 24 Stunden über den Mekong schippern wird! Ein tolles Boot, auf Alt gemacht, mit schönen Kabinen, und Bediensteten die anscheinend außer Lächeln nichts anderes kennen - und wir fahren den Mekong entlang. Im Mekong-Delta gibt es ja unzählige Ströme - größere und kleinere. Oft sind Menschen am Ufer angesiedelt, manchmal ist es einfach nur Natur. Zwischendrin kommt mal wieder eine Bootstankstelle oder eine Fischfarm... Am späten Nachmittag gehts mit einer kleinen Nussschale an Land, und wir sehen neben Banananenbäumen auch, wie Ananas, Papaya, Jackfrucht und andere exotische Früchte wachsen - wieder was gelernt! Und dürfen sie dann natürlich auch probieren. Kein Vergleich zu gekauften Früchten! Wenn man das mal gegessen hat, will man eigentlich nie wieder Obst aus dem Supermarkt kaufen! Zurück durch Reisfelder und Bananenbäume gibts Dinner an Board ... und bei Nacht sieht man dann einen unglaublichen Sternenhimmel - gar nicht so normal, wenn man in einer Großstadt lebt :-)
Am nächsten Morgen nach einem Frühstück auf Deck werden wir zuerst in kleinen Booten (mit den typischen vietnamesischen Hüten) durch kleine Kanäle gefahren. Auch hier ist jede Menge los, sie sind genauso Transportweg wie die Straßen an Land. Dann fahren wir zu einem der großen schwimmenden Märkte. Normalerweise sind hier hunderte kleinerer und größerer Boote unterwegs, die Obst und Gemüse verkaufen und kaufen. Ja auch hier ist wegen der Feiertage quasi nichts los - eigentlich schade, denn das wäre schon sehr interessant gewesen. Stattdessen schauen wir uns an, wie die süßen und klebrigen Kokosnuss-Süßigkeiten und Reiscracker produziert werden. Damit ist dieser Teil der Reise zu Ende, und es geht zurück nach Saigon für einen kurzen Zwischenstopp, und einem "Sundowner" Drink in eine der schickeren Bars der Stadt, mit Aussicht über die Stadt.

Mit dem Bus gehts auf einer fünfstündigen Fahrt nordöstlich von Saigon in den Ort Mui Ne. Nach ein paar Schwierigkeiten beim Einchecken gehts die erste Nacht dann doch ein ein anderes Hotel (zugegeben nicht der tollste Standard) - aber dafür gibts dann als Entschädigung im ursprünglich gebuchten Hotel erst mal Frühstück am Strand, und einen Massagegutschein. Der ist dann auch dringend notwendig - denn nach einem ausgedehnten Spaziergang am schönen Strand bei Sonne und Wind ist die Haut dann doch eher rot als braun geworden - und so tut eine Aloe-Vera-Behandlung sehr sehr gut... Der Ort ist aus irgendeinem Grunde sehr auf russische Touristen angepasst - fast jedes Geschäft hat neben vietnamesisch auch russische Beschriftungen - entsprechend viele russische Touristen sind unterwegs! Außerdem ist es ein Mekka für Kitesurfer - eine Kitesurf-Schule reiht sich an die nächste! Neben den vielen Hotels und Läden am Strand gibt es auch den ursprünglichen Fischerort mit vielen kleinen Booten. Und auch deswegen gibt es hier unglaublich guten Fisch und Meeresfrüchte - für sehr wenig Geld!

Der zweite Tag startet wieder mit einem tollen Frühstück am Strand und ein paar sehr entspannten Stunden. Am Nachmittag steht dann ein Trip zu den berühmten Sanddünen an. Erster Stopp ist aber der sogenannte "Fairy Stream", ein kleiner Flusslauf durch sehr bizarres und ungewöhnliche Landschaft: roter Sand, weiße Kalksteinfelsen - und endet an einem Wasserfall. Eine halbe Stunde weiter sind dann die weißen Sanddünen - wie aus dem Nichts taucht unglaublich weißer Sand auf, durch den Wind zu einigen größen Dünen geformt! Einige Kilometer entfernt dann Dünen aus rotem Sand - und dort bleiben wir dann auch zum Sonnenuntergang ... und so geht ein schöner und erholsamer Urlaub in einem tollen Land mit sehr netten Menschen zu Ende (mal abgesehen von einem langen Trip durch die Nacht zurück nach Saigon, und dann per Flug mit Verspätung zurück ins kalte Shanghai - mit Temperaturunterschied von 30 Grad...)!


...und mehr Fotos wie immer im Picasa Fotoalbum!

10. Februar 2013

Chinesisches Neues Jahr

Heute ist es so weit: erster Tag im Chinesischen Neuen Jahr der Schlange! Es sind die größten Feiertage in China - ungefähr alle Chinesen reisen in dieser freien Woche zu ihren Familien - man kann sich also vorstellen, was reisetechnisch in China los ist! Zugtickets sind Wochen vorher ausgebucht, Flugtickets relativ teuer...
Die Feuerwerke haben schon am Freitag Abend angefangen - der Tag war generell schon sehr ruhig. Die meisten Kollegen waren seit Mitte der Woche bereits im Urlaub, in etwa eine Stimmung wie in Deutschland der letzte Arbeitstag vor Weihnachten. Und gestern dann eigentlich den ganzen Tag schon Knallereien, keine Autos auf der Straße, die Läden und viele Restaurants haben alle schon um 18 Uhr zugemacht (ja, das ist sehr sehr sehr komisch hier). Und dann langsam fangen die Feuerwerke an - es macht den Eindruck, als ob die paar hunderttausend Chinesen, die noch in der Stadt sind, alle ihr privates Feuerwerk vor der Haustür veranstalten. Und so ist der Ausblick von meiner Wohnung ganz gut, alle paar Minuten geht irgendwo zwischen den Häusern ein Feuerwerk hoch. Später dann fahren wir an den Bund in die Bar Rouge, von der aus man eine super Blick auf die Skyline hat. Und es sind nur Ausländer unterwegs... sehr sehr komisch! Dann endlich Mitternacht! Es gibt dann aber nicht - wie wir erwartet hatten - ein riesiges großes Feuerwerk. Sondern überall ein schon relativ beeindruckendes... aber eben viele kleine. Und durch die hohen Gebäude wirken diese dann relativ klein. Aber doch schön, da am Fluss zu stehen mit ungefähr allen Ausländern die in Shanghai wohnen, und noch nicht irgendwo im Urlaub sind! Denn Shanghai ist nämlich quasi tot in der kommenden Woche (http://www.smartshanghai.com/articles/community/things-to-do-in-shanghai-when-itdead). Und dann nach einer halben Stunde löst sich das alles auf. Klar gibts keine Taxis an diesem Abend... und schon sind die Putzmänner und -frauen mit ihren Bambusbesen unterwegs - in einer Stunde sieht wieder alles aus wie bisher. Nur die Knallereien werden die ganze Woche nicht aufhören... gestern abend damit eingeschlafen, heute morgen damit aufgewacht... China im Ausnahmezustand! Deswegen: ab in den Urlaub, ab nach Vietnam!

In diesem Sinne: Happy Chinese New Year of the Snake! 
春节快乐!