3. Februar 2014

Neujahrstag 4: Wow!

Vielleicht wird es doch mal wieder Zeit, rauszugehn und zu schaun was sich in Shanghai so tut. Was tut also ein Shanghaier Chinese? Erstens geht er offensichtlich in einen Tempel, um für Glück und anderes Positives im neuen Jahr zu beten. Deswegen geh ich also in keinen Tempel in den ersten Tagen, sondern erst heute: ein Grund, mal den Longhua Tempel zu besuchen, den in in der ganzen Zeit in Shanghai noch nicht gesehen habe. Tja, gut, ist halt auch ein Tempel. Überraschenderweise waren fast keine Leute da, deswegen war es wirklich angenehm ruhig!

Anscheinend soll es auch im Yu-Garten speziell abends nicht so uninteressant sein während des Neujahrsfests. Und siehe da, es sind tausende Laternen aufgehängt (am Ende des Neujahrsfests ist dann nämlich Laternenfest), und die komplette Altstadt rund um den Yu-Garden ist beleuchtet. Ja klar, logischerweise ein Ort in der Stadt in dem man nicht alleine ist, und so schieben sich zig tausend Chinesen (und ganz wenige Ausländer) durch die Gassen…muss man wohl mal gesehen haben, ist schon alles sehr beeindruckend, aber eben auch ziemlich anstrengend…

Nichtsahnend sitze ich abends auf der Couch, inzwischen bei Staffel 4 von HIMYM angekommen, und plötzlich wird's wieder laut. Denk mir nichts, geht ja schon 4 Tage lang so. Aber dann wird's auch ständig hell draußen, ok, doch mal auf den Balkon gehen. Und siehe da: die ganze Stadt scheint sich in einen Wettbewerb zum besten Feuerwerk zu begeben! Obwohl ja eigentlich niemand da ist, sind es eben doch noch Millionen restliche Chinesen, und die feiern an diesem Tag eben nochmal irgendwelche besonderen Geisteraustreibungen oder sonst was, und da gehört in China auch ein anständiges Feuerwerk dazu! Hat also Vorteile, wenn man im 27. Stock wohnt und in Richtung Innenstadt blickt, und zusätzlich die Luftqualität unglaublich gut, und damit die Sicht wunderbar ist! Zwischen allen möglichen Häuserblöcken steigen die Raketen hoch - ein Wahnsinns Anblick!


2. Februar 2014

Neujahrstag 3: grau in grau

Ein perfekter Tag zum nix tun: unglaublich schlechte Luft, alles grau in grau, noch alles geschlossen. Ein Glück, dass ich am Vorabend noch alle Staffeln von How I Met Your Mother gekauft hatte. Los geht's…

Und bei sowenig Aufgaben den ganzen Tag profitieren übrigens auch meine Neujahrsvorsätze Nr. 1 und Nr. 2: weniger arbeiten (nämlich genau nichts, weil ja in ganz China nichts los ist und demnach auch überhaupt kein Anlass besteht, den Laptop auch nur anzuschalten), und mehr Sport (wozu genügend Zeit bleibt, und im Fitnessstudio wie auch in der Sauna genau nichts los ist)!

1. Februar 2014

Neujahrstag 2: Kunst, Bier und Feuerwerk

Um das Jahr auch bildungstechnisch gut zu starten, geht's bei herrlichem Wetter erst mal eine Runde durch den People's Park (ok, sind doch noch ganz schön viele Chinesen in der Stadt…), und dann ins MoCa, in dem eine sehr farbenfrohe Ausstellung stattfindet - Punkte soweit man sehen kann!

Und was macht DIE Ausländer-Bar-Straße zu einer solchen speziellen Jahreszeit? Kaum zu glauben, aber auch in der Yongkang Lu, in der sich eine Bar an die andere reiht, und in der sonst abends die komplette Straße voll mit Ausländern ist, ist es relativ ruhig. Ein paar arme dagebliebene Studenten und sonstige Ausländer, aber die Hälfte der Bars hat nicht mal geöffnet! Nichtsdestotrotz gibt's Bier, es ist sogar warm genug um draußen zu sitzen! Und klar: auch hier gibt es Böller ohne Ende (wobei jedes Mal dann zig Alarmanlagen der Roller losgehen - mega nervig dieses Gehupe und Alarmsoundgeräusche), und mitten zwischen den Häusern Raketen.

31. Januar 2014

Neujahrstag 1: Angrillen!

Was macht man als Ausländer, wenn viele Restaurants geschlossen haben und sonst auch nix los ist? Unglaublich ruhig weil keine Autos unterwegs sind, Läden geschlossen, und relativ warm… genau: angrillen bei Kollegen! Es geht doch nix über ein gutes Steak zum Neujahrsanfang!

Chinesisches Neujahr: der Neujahrsabend

Das sollten nun die ersten Feiertage sein, an denen ich mal nicht in den Urlaub flieg - obwohl jetzt eine volle Woche frei ist! Eigentlich unglaublich - aber der Grund ist ganz einfach: es fliege inzwischen einfach zu viele Chinesen irgendwo hin wenn sie frei haben, und daher sind die Flüge 2 bis 5 mal so teuer wie normal…und das war dann einfach zu teuer. Also: einmal Chinesisches Neujahr in China verbringen. Kann ja auch mal ganz interessant sein oder?!

Diese Feiertage sind die wichtigsten in China, in etwas zu vergleichen mit unserem Weihnachtsfest. D.h. es ist DER Familienfeiertag, und daher sind eben mal zig Millionen Chinesen durch ganz China unterwegs, um zu ihren Familien zu fahren. Kann man sich vorstellen (bzw. eigentlich nicht) was da an Flughäfen, Bahnhöfen und auf den Straßen los ist! Offensichtlich werden 3,6 Milliarden Reisen mit Bus, Bahn und Flugzeug gemacht!!! …und eben was dann alles in Städten wie Shanghai nicht los ist. Einkaufszentren schließen ausnahmsweise schon um 20 Uhr, viele Restaurants sind ganz geschlossen (und machen erst in 3 Tage wieder auf), und auf der Straße ist einfach mal entspannt nichts los! Und in der U-Bahn, die sonst gestopft voll ist, sieht man einfach mal von Anfang bis Ende - ein ganz neues Erlebnis!


Zum Glück gibt es noch ein paar mehr biergebliebene Ausländer - und so gibt's natürlich ein schönes Abendessen. Wie das so üblich ist, mit Teigtaschen (und anderen Leckereien)! Die Luftqualität lässt leider etwas zu wünschen übrig! Es gab sogar eigentlich Ansagen, dass zuviel Feuerwerk vermieden werden sollte - was quasi unvorstellbar ist bei Neujahr in China! Auf jeden Fall war am frühen Abend der Feinstaub schon bedrohlich hoch, zumindest in Shanghai (da wurde wohl schon früher geschossen als in Peking ;-)). Und der Pearl-Tower, sonst oft sogar von meiner Wohnung aus sichtbar, war von direkt davor nur bis zur Hälfte sichtbar! 





Später dann holt auch Peking auf, und nach Mitternacht war es dann flächendeckend ziemlich schlecht:



Was passiert also in China zu Neujahr? Erst mal ist es unglaublich laut, schon Stunden vor Mitternacht. Sehen tut man ja leider heute nicht viel. Aber irgendwann kurz vor Mitternacht geh ich dann mal auf den Balkon, um via iPhone den Lärm etwas zu dokumentieren. Und siehe da, plötzlich geht direkt gegenüber ein riesiges Feuerwerk los! Ein bisschen Glück im Timing gehört wohl dazu… :-) Und so geht es dann auch ganz schön lang dahin, in einem Höllenlärm. Und weil der nicht schon genug ist vom Feuerwerk, gibt's Böllerketten mit tausenden Böllern, die dann an der Kreuzung oder auf dem Gehsteig angezündet werden. Aber seht selbst im Video! 
Und in diesem Sinne: Ma nian kuai le - frohes chinesisches neues Jahr des Pferdes!


29. Januar 2014

Das wahrscheinlich kleinste Restaurant in Shanghai

...hat genau einen großen Tisch. Vorreservierung erbeten ;-)


28. Januar 2014

Was tun?

Was tun, wenn man auf einer einspurigen Straße fährt (und die Straße absichtlich in die beiden
Fahrtrichtungen mit einem Zaun abgetrennt ist) und dann plötzlich jemand entgegenkommt? In China geht das so: Erst mal noch so weit fahren, bis es nicht mehr weiter geht. Dann ein paar Mal Lichthupe (ja...es war schon spät), ok, dann doch hupen. Frau am Steuer im anderen Auto (das ihr - wie bei allen Frauen, die sich hier vom Mann ein Auto "wünschen"- viel zu groß ist) schaut verwirrt und hilflos, Taxifahrer (bei dem ich drinsitz), schaut genervt. Fenster runter, und ein bisschen schimpfen. Usw. Bis die Frau (die merklich die viel weitere Strecke bereits in der Straße ist, wir sind grad reingebogen, aber ok, wir sind auf der richtigen Seite!) endlich mal den Rückwärtsgang einlegt...und dann gaaaaaaanz langsam ihr Schiff zurücksteuert. Im Zick-zack-Kurs. Sehr amüsant!

25. Januar 2014

Pre-Chinese New Year Dinner

Was tun, wenn die Leute, mit denen man sonst oft was macht, zu Neujahr gar nicht da sind? Gena
u, einfach die Feier nach vorne verlegen. Also, gibts eben schon eine Woche im Voraus ein Neujahrsdinner! Jeder ist für ein Gericht zuständig, sogenantes Potluck Dinner. Und das ist rausgekommen:
- Vietnamesische Frühlingsrollen (ok, allein das hätte schon als gesamtes Abendessen gereicht)
- Kürbiscreme-Suppe
- Karotten-Risotto und gemischter Salat
- Steak (ein unglaublich tolles) mit Grillgemüse
- Muffins
...und 6 Leute, die sich nicht mehr bewegen konnten...

24. Januar 2014

Und nochmal unglaublich

Dann auch noch dieser Sonnenuntergang, zu sehen von meinem Büro aus:

Unglaublich!

4. Tag in Folge strahlend blauer Himmel in Shanghai! Jeden Tag tiefblauer Himmel - schade, bei einem solchen Wetter im Büro sitzen zu müssen, aber das macht die Stimmung in Shanghai definitiv etwas besser - speziell nach dem extredas ist bereits die Deko für Chinese New Year und soll vermutlich Pferde darstellen...weil das Jahr des Pferdes kommt):


18. Januar 2014

Grau & Blau

Das kann hier ja sehr schnell wechseln - zum Beispiel Peking, diese Woche:

Donnerstag: am besten nicht atmen.


Samstag früh: am liebsten gleich die Laufschuhe an und raus!


9. Januar 2014

Nur als Auffrischung

Weil letztens selten unglaublich viele Chinesen auf meinen Fotos waren, hier mal zur Auffrischung der Erinnerungen - U-Bahn, heute morgen:


6. Januar 2014

Zurück in Shanghai

...und das bei strahlend blauem Himmel am Morgen, nach einem schönen Sonnenaufgang! Da ist auch die Müdigkeit weg, nachdem ich den ganzen Flug lang nicht geschlafen hab...na dann, ab zur Arbeit! Was bei diesem Wetter doch gleich etwas motivierender ist! Sonnenschein in Shanghai!!

5. Januar 2014

Weihnachtsurlaub zuhause

Natürlich war das wie immer ein voll ausgebuchter Urlaub - aber die wenigen Tage daheim wollen ja gut genutzt werden, und ich so viele Freunde wie möglich treffen! Los gings erst mit zwei Tagen in Linz im Büro, ein paar alte Kollegen treffen (und natürlich auch ein bisschen arbeiten); dann aber war Zeit für Wochenende und Urlaub!  Weihnachtsshopping in der Linzer Innenstadt ist im Vergleich zu Shanghai auch mit Weihnachtsstimmung verbunden...und wie gut doch Punsch, Glühwein, Raclettebrot, Würstel usw. im Kreise der Freunde schmecken! Das Wochenende in Linz ging natürlich viel zu schnell vorbei, und dann war's auch Zeit mal zuhause vorbeizuschauen! Klar, da waren dann auch die ganzen Pflichtbesuche bei Arzt und Optiker...und schon war Weihnachten! Familie, Essen, Essen, Essen...und viele viele Freunde treffen! Egal ob von Studium, Schule, Ausbildung...Linz, daheim, Deggendorf, Landshut, Nürnberg - ach, schön! Sodass nicht mal Zeit blieb (bzw. dann auch die Motivation nicht da war), am einzigen wirklich unverplanten Tag früh aufzustehn und Skifahren zu gehen (fast schon glücklicherweise lag eh nicht so viel Schnee). Es war ja eher Frühlingswetter - und dank Fön war dann auch eigentlich jeden Tag das tolle Bergpanorama zu sehen - einfach toll! Und rausgehen zu können und einfach loslaufen, in der Natur, frische Luft... Und ein gemütliches Silvester ohne viel Tamtam, dafür mit einem tollen Abendessen, super Blick auf das Münchner Feuerwerk - ein sehr lustiger Abend mit Lilly, Christian und Kathi! Dann der obligatorische Shopping-Tag, ohne unglaublich viel Gedränge, passenden Klamotten & Preisen ohne zu verhandeln (oder utopisch hoch). Und schneller als mir lieb war, waren die 2,5 Wochen wie im Flug vergangen...

18. Dezember 2013

Nach Hause mit Weihnachtsstimmung

Etwas früher als sonst gehts schon am 18. Dezember Richtung Heimat. Im A380, und weil früh reserviert, mit Sitzplatz in der ersten Reihe, mit Blick auf einen Weihnachtskranz. So können die Weihnachtsfeiertage beginnen! Noch dazu war das der Flug mit dem allerbesten Service, den ich bisher hatte: zwei junge Flugbegleiter, die das eher als Nebenjob machen, waren extra nett... auch mal schön :-)

8. Dezember 2013

2. Advent in Shanghai: Glühwein und Bratwürste

Und auch der 2. Advent sollte ein recht "deutscher" werden. Zuerst hatte der Chef bei sich zuhause zu Glühwein und Bratwürsten geladen - obwohl die Temperaturen eher frühlingshaft waren, hat der Glühwein auf der Terrasse trotzdem gut geschmeckt!

 Und standesgemäß gab's auch bei Paulaner dieses Jahr wieder ein Wochenende lang Christkindlmarkt - mit vielen kleinen Holzbuden mit diverser Weihnachtsdekoration, und natürlich Glühwein, Bratwurst, Ofenkartoffeln usw!


6. Dezember 2013

Und der Smog wird nicht besser

Nein, er wird immer schlimmer, und so ist er derzeit auch regelmäßig so stark, dass die Skala sogar über das Limit hinausgeht...

5. Dezember 2013

Und dann arbeiten wir plötzlich im Hochhaus

Wohl wegen eines kleinen Software-Problems wurde aus unserem Büro mit 4 Stockwerken heute plötzlich ein Hochhaus - zumindest wenn man dem Aufzug glaubt:


Smog über Smog

So schlimm war's noch nie mit dem Smog: seit Tagen herrscht trübes Wetter, wie man es zuhause nur vom November-Nebel kennt - nur dass es hier etwas ungesünder ist! Dreckig ist die Luft ja immer, aber normalerweise wird sie zumindest vom Wind weggeblasen! Da hat Shanghai gegenüber Peking dann normalerweise einen Vorteil. Nur leider spielt die Wetterlage derzeit gar nicht mit, und die Smog-Glocke hängt seit Tagen ohne Bewegung über der Stadt! Und es ist keine Besserung in Sicht...natürlich helfen die unzähligen Klimaanlagen, die hier auch zum Heizen verwendet werden, als Stromfresser auch nicht wirklich...



3. Dezember 2013

Weihnachtsstimmung im Büro

Deutsches Unternehmen, also auch deutsche Weihnachtsdeko! Damit zumindest im Büro in Peking ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt:



1. Dezember 2013

1. Advent in Shanghai: Glühwein, Plätzchen, Bratwürste

Nachdem die Grundvoraussetzung, nämlich gute Zutaten ja bereits importiert wurden, musste natürlich auch ein standesgemäßer 1. Advent her. Also, Plätzchen aussuchen, Einkaufszettel schreiben, und schon gings los! Die Küche war endlich mal wieder voll (ansonsten wird sie ja kaum benutzt); und durch viele helfende Hände waren die vorbereiteten Teige relativ schnell ausgestochen! Dann durfte sich noch jeder beim Dekorieren, Marmelade reinstreichen usw. austoben. Und natürlich gabs selbstgemachten Glühwein zur Stärkung, um ein akzeptables Resultat zu gewährleisten! Und das kann sich sowohl in der Menge, als auch im Geschmack auf jeden Fall sehen lassen!



Und weil das noch nicht genug Deutschland-Feeling für den 1. Advent war, wurde der Grill angeworfen, und es gab noch Berner Würstel & Bratwürste mit Sauerkraut. Mmhhmmmmmmm.....


25. November 2013

Der ultimative Vorweihnachts-Import

Was gibt es besseres, als jemanden, der noch viel Platz im Koffer hat und genau vor dem Advent nach Shanghai kommt?! Genau, nicht viel, und deswegen wurde dann auch eine obligatorische Glühweinausstattung importiert! Rotwein, Glühweingewürz, Punschgewürz, Zimtstangen, Nelken - und für die Plätzchen noch Vanillezucker und Backpulver. Der Advent kann kommen! Danke Betti!

2. November 2013

Ein paar Kuriositäten

Drei Fotos, die so vermutlich nur in China innerhalb von wenigen Minuten auf dem Weg zum Frühstück entstehen können:

1. Die morgendliche Einweisung der Friseur-Crew, Jour Fixe mal anders, an der frischen Luft:
















2. Ein Brautpaar an der Kreuzung, und das Smart Phone ist anscheinend irgendwie interessanter:





















3. Was führt zum besseren Ergebnis - Frau mit Karte oder Mann mit Smart Phone? Zugegeben, wenn man nur die linke Hälfte des Fotos betrachtet, konnte das auch in Italien sein :-)


Frühstück mit einem "Nachbarn"

Wenn man sich schon nicht in der Heimat trifft, dann wenigstens auf ein Frühstück/Brunch in Shanghai! Und Nanjing liegt ja mit dem Schnellzug quasi ums Eck, und so bekommt dann der Praktikant auch gleich mal eine Dienstreise spendiert, die ins Wochenende hineingeht! Und es ist doch immer wieder schon, alte (bzw. junge) Bekannte aus dem eigenen Ort am anderen Ende der Welt zu treffen! War ein schöner, gemütlicher Tag, Christian!

27. Oktober 2013

Halloween 2013

Wie auch schon im letzten Jahr hat der Chef in sein Penthouse zur Halloween-Party geladen. Die Deko, die das ganze Jahr über sicherlich eine Abstellkammer einnimmt, war wie immer original amerikanisch, kein Winkel der Wohnung wird ausgespart mit Skeletten, Spinnweben, künstlichem Blut und anderer gruseligen Dekoration. Und so muss die Party dann natürlich auch in Verkleidung stattfinden - dieses Jahr im Piratenkostüm!


13. Oktober 2013

Oktoberfestzeit!

Auch dieses Jahr muss die Tracht natürlich wieder ausgepackt werden: Oktoberfest beim Paulaner in Shanghai! Tickets haben wir nicht gekauft, aber abends wird es schon ein Bier für uns geben! Aber so leicht ist das gar nicht. Erst wollten sie uns gar nicht reinlassen, dann nur einen Stehtisch draußen in der Ecke geben - wo es so ruhig war, dass wir auch wieder heimgehen konnten. Also haben wir erst mal eine Runde drin gedreht, denn da war logischerweise Stimmung. Und oben auf der Galerie sah es nach gar nicht so viel Menschen aus - und so haben wir dort oben dann auch ein Bier bekommen, mit bester Aussicht auf Band und Tanzfläche. Stimmung gemacht haben die "Kirchdorfer", eine Oktoberfestband. Und außer reichen Chinesen waren dann am Sonntag Abend hauptsächlich ausländische Praktikanten unterwegs. Geschadet hat's der Stimmung nicht! Und das Oktoberfestbier hat auch ganz gut geschmeckt...


12. Oktober 2013

Urlaub in Kambodscha

Über die Nationalfeiertage in China, wenn das ganze Land Urlaub hat, gehts für die Ausländer normalerweise raus aus China - und für mich dieses Mal nach Kambodscha! Klar ist das MUST SEE Angkor Wat, die berühmten Tempelruinen. Also geht's quasi direkt aus dem Büro in Peking nach Siem Reap. Und schon vom Flugzeug aus ist klar, dass da grad noch Regenzeit ist - von oben sieht alles aus wie ein großer See, aus dem Bäume, Palmen, manchmal Straßen und Häuser herausragen! Ein verrücktes Bild! Und so schüttet es dann auch gleich mal den Rest des Tages. Aber nach dem Nachtflug schadet ein bisschen Erholung sowieso nicht, und außer einem Regenschauer jeden Tag, sollte das die Ausnahme mit schlechtem Wetter im Urlaub werden!


Da Tuk Tuks das Standard-Transportmittel sind, ist das auch das Taxi vom Mini-Flughafen zum Hotel. Klar sind die Straßen auch hier zum Teil überschwemmt, aber das scheint hier keinen zu stören. Einfach durch. Die Stadt ist insgesamt schon eher ärmlich, aber es ist klar zu sehen, dass hier viele Touristen unterwegs sind. Es gibt jede Menge Restaurants und Bars; allerdings ein paar Straßen weiter auch die Holzhütten und eher ärmlichen Häuser der lokalen Leute. Die Häuser stehen zum Teil auf Stelzen, sodass während der Regenzeit, wenn alles überschwemmt ist, trotzdem darin gewohnt werden kann! Und es scheint hier an jeder Ecke Märkte zu gehen, die von Obst und Gemüse über Klamotten, Souvenirs bis hin zu Bildern alles anbieten. Und Massage-Salons überall - so kann ein Urlaub anfangen! In Flip Flops und mit Regenschirm stört auch das ganze Wasser nicht, und wenn doch, setzt man sich eben in eins der Restaurants und schaut dem ganzen zu. Und genießt das super Essen - das irgendwie eine Mischung aus thailändisch und vietnamesisch ist.

Dann stehen erst mal zwei Tage Tempelbesichtigung an: der erste Tag per gemietetem Tuk Tuk für die ganze Tour, zu bekannten aber nicht ganz so überlaufenen Tempelruinen! Damit gehts dann erst mal 30 km raus aus dem Ort, vorbei an vielen Reisfeldern, und kleinen Häusern bzw Hütten. Oft sieht man kleine Verkaufsstände und "Restaurants" an der Straße. Banteay Srey ist eine nicht allzu große, aber schöne Tempelruine, mit vielen Details, die in die Steine gehauen sind. Teilweise sind diese Ruinen natürlich restauriert, oft aber sehr naturbelassen und daher mit Moos überzogen. Schon beeindruckend, was vor vielen Hunderten oder Tausenden Jahren hier aufgebaut wurde! 

Weiter gehts zum großen Areal von Banteay Samre, sowie zum Hügeltempel Pre Rup, und dem kleineren Tempel Ta Som. Hier sind einige uralte Bäume erhalten, die komplett über die alten Tempel gewachsen sind! Auf dem Rückweg gibts dann noch einen Kurzbesuch im Wassertempel Preah Neak (da sieht man grad wirklich nur Wasser, und muss durch das Wasser bis in die Nähe des Tempels gehen!), und Preah Khan. Das ist wirklich ein riesiger Komplex, bestehend aus einer Vielzahl von Gängen und unterschiedlichsten Abschnitten. Wenn man sich dazu noch ein bisschen Geschichte anliest, und dann sieht wie z.B. die Gravierungen in den Wänden verschiedene Szenen darstellen, und die "Altare" so stehen, dass man durch das Licht der Wände am oberen Ende eine Flamme sieht, merkt man schon wie sehr die Leute das damals gewertet haben, und mit welchem Aufwand sie diese Stätten errichtet haben! Vor allem wenn man bedenkt welche Voraussetzung damals herrschten, und dass diese Masse an Steinen von weit weg herantransportiert werden musste!


Der Wecker am nächsten Tag klingelt schon um 4:30 am Morgen. Viel zu früh, und noch dazu sagt der Hotelbursche, dass es ganz schön dunkel ist und vermutlich gleich regnet. Nicht die besten Voraussetzungen, um sich einen Sonnenaufgang anzuschauen! Aber gut, los gehts mit dem Fahrrad durch die Dunkelheit, 8 km bis zur Ticketkontrolle. Nein, Tickets gibt es hier nicht, wieder zurück... oder mit dem Polizisten auf dem Motorrad für ein paar Dollar. Einfache Entscheidung! Langsam dämmert es auch, und da kommt Hoffnung auf, dass es doch noch was wird mit Sonnenaufgang! Als rein in den Tempel...klar sind da viele Leute unterwegs, eine der Top-Empfehlungen in jedem Reiseführer. Aber leider ein paar viele Wolken. Naja, mal abwarten. Und dann plötzlich reisst der Himmel doch noch auf - und im goldenen Licht geht die Sonne hinter dem berühmten Angkor Wat auf. Mit dem Wasser im Vordergrund ein extrem toller Anblick, und eine tolle Stimmung!


Es hat sich also doch gelohnt so früh! Und solange die meisten Touristen noch nicht im Tempel sind, hat man auch dort seine Ruhe. Ein gigantischer Bau, schwer zu erklären. Da gehts Treppen rauf und runter, lange Gänge mit Wänden die komplett Eingravierungen haben, und hoch rauf zu den Türmen. Leider ist der Zugang nach ganz oben um diese frühe Uhrzeit noch nicht offen - aber es gibt trotzdem viel zu sehen! Auf dem Rückweg kommen schon die ganzen asiatischen Reisegruppen entgegen ... und es wird Zeit für ein Frühstück!



Als nächstes muss ein längerer Besuch im riesigen Angkor Thom sein. Es besteht aus einigen einzelnen Tempelruinen, die berühmteste davon ist Bayon, dessen Hauptmerkmal, das Gesicht im Stein, überall in Kambodscha zu sehen ist. Aber die Menschenmassen sind schon fast unerträglich... Nicht weit davon ist Baphuon zu sehen, in den der Eintritt allerdings nur mit langer Hose erlaubt ist - Pech gehabt. Also weiter zu Fuß zur Terrace of Elephants und vorbei an weiteren Ruinen - eine wirklich große Fläche mit unglaublich vielen Ruinen! Und in der Hitze ist es schon fast unerträglich, das ganze in der prallen Sonne abzulaufen! Also rauf aufs Fahrrad und zum letzten geplanten Stopp: Ta Prohm. Ebenfalls sehr berühmt, ebenfalls sehr viele Leute. Aber auch sehr sehenswert: es ist der wahrscheinlich naturbelassenste der ganzen Tempel. Unglaublich große Bäume wachsen über die Mauern und Tempel, und in die Gänge hinein! Es ist wirklich schwer, das alles zu beschreiben, am besten die Fotos auf Picasa anschauen! Es gibt in der Gegend noch unzählige andere, auch sehr unbekannte Ruinen, und man könnte auch sicherlich noch mehrere Tage hier verbringen - aber irgendwann reichts dann auch damit...so beeindruckend das alles ist!


Also gehts mit dem Bus am nächsten Morgen weiter. Erst mal mit dem Moto-Taxi zur Busstation, und dann fast endlose 6 Stunden nach Phnom Penh. Teilweise auf richtig gut ausgebauten Straßen, teilweise im Schritttempo durch die Schlaglöcher, die die Regenzeit übrig gelassen hat. Zum Glück gibts WLAN im Bus! Auch hier das gewohnte Bild: überall Überschwemmungen, immer wieder Palmen und Bäume dazwischen, alles unglaublich grün. Und dann wieder kleine Dörfer und sehr arme Leute. Mittagspause gibts in einer kleinen Stadt, und hier sieht man auch mal was hier so gegessen wird - nämlich alles: an den kleinen Ständen an der Straße gibts neben den üblichen Snacks Berge an Kakerlaken, Maden usw... ich kauf dann doch lieber Obst! ;-) 

Und Phnom Penh ist chaotisch und dreckig wie erwartet, eben eine asiatische Großstadt - aber es soll ja nur ein Zwischenaufenthalt für eine Nacht sein. Sehenswert ist allerdings der Royal Palace - und logischerweise kann man auch hier leckeres Essen und billiges Bier finden! Aber dann be
ginnt der entspannte Teil des Urlaubs: nach einer weiteren Busfahrt am nächsten Morgen Richtung Süden, in den Küstenort Sihanoukville. Besonderes gibts hier nicht, es sind eher ärmliche Straßenzüge, mit unzähligen Guest Houses. Ein Backpacker-Paradies - billig, Strand, viele Restaurants, Bars. Das Hotel ist aber schick, mit Pool, und nur einen Block vom Strand entfernt. Der kann sich auf jeden Fall sehen! Allerdings ist da schon einiges los - eine Hütte neben der anderen, verhungern und verdursten tut man hier nicht! Vor allem am Abend, wenn es gegrillten Fisch oder Meeresfrüchte für nur 3 Dollar gibt! Und dazu Bier für max. 1 Dollar! (Dollar ist hier neben der lokalen Währung ganz normales Zahlungsmittel). Hier kann man es aushalten, essen, Sonnenuntergang beobachten, entspannen.


Doch dann gehts am Morgen auf einen 2-tägigen Tauchtrip: mit dem Boot zwei Stunden auf eine einsame Insel, auf der es nur 4 "Ressorts" (also kleine Bungalows und ein kleines Restaurant) an den gegenüberliegenden Seiten, und ein Fischerdorf mit 200 Einwohnern gibt. Einfach mal nix tun. Und von dort aus dann Tauchen. Die Sicht unter Wasser ist wegen Ende der Regenzeit noch nicht perfekt, aber trotzdem gibt es eine große Vielfalt an Unterwasserleben - von diversen Fischen auch Seepferdchen, Krebse, Korallen, Oktopusse usw. Und man sieht noch, dass hier viel Raubbau an der Natur gemacht wurde in der Vergangenheit, und sich das gerade erst wieder erholt. Sicherlich kein Tauchparadies, aber trotzdem schön für zwei Tage tauchen! Und nichts tun außer tauchen, essen, entspannen, mit den wenigen anderen Leuten reden usw.

Die Zeit vergeht trotzdem viel zu schnell - und so gehts dann per Boot mit kurzem Zwischenstopp auf der etwas größeren und touristischen Nachbarinsel wieder zurück aufs Festland. Da merkt man erst wie gut die Ruhe war - und die Auswahl der ruhigeren Insel eindeutig besser als die andere... Und schon ist der Abreisetag gekommen. Tagsüber bleibt noch Zeit an einen nicht weit entfernten anderen Strand zu fahren - doch auch hier merkt man, dass der Tourismus langsam ankommt: Hütten mit Strandrestaurants und -bars werden aus dem Boden gestampft. Bald wird auch hier viel los sein... und damit geht ein sehr entspannter Urlaub zu Ende. Vom Mini-Flughafen in Sihanoukville, mit gerade mal zwei Gates und 30 Meter zwischen Check-in und Boarding Gate, und einem kurzen Fußmarsch zur Propellermaschine, gehts wieder zurück nach Siem Reap, und ein paar Stunden später "heim" nach Shanghai.